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10 Downing Street

10 Downing Street, Downing Street number ten gesprochen, ist neben dem Buckingham Palace wohl die bekannteste Adresse Londons, mit der wohl bekanntesten Haustür der Welt, und liegt direkt in dessen Herzen, an der Seitenstraße der Whitehall. Die „Whitehall“ bezeichnet 2/3 der Straße zwischen dem Trafalgar Square und dem Parliament Square, der Rest der in etwa 1 1/2 Kilometer langen Straße hat den Namen „Parliament Street“. Der öffentliche Zugang zur Downing Street wurde 1986 aufgrund eines befürchteten Attentats auf die damalige Premierministerin Margaret Thatcher mit zwei Stahltoren unterbunden, die auch heute noch in Funktion sind und 2003 noch weiter verstärkt wurden. Früher diente die Downing Street als Abkürzung vieler zum St. James‘ Park. Die 10 Downing Street hat eine lange Geschichte und erzählt eine lange Geschichte.

Innerhalb seiner Mauern kam es zu mal mehr und mal weniger gewaltvollen Aufständen und Protesten, zu überraschenden und bahnbrechenden politischen Zielen und Leitlinien. Auch während des ersten und zweiten Weltkriegs war die 10 Downing Street das „Nervenzentrum“ Englands, was seine Bedeutung als Sitz des Premierministers weiter unterstreicht.

Es lässt sich sagen, dass die 10 Downing Street schon bereits seit 1735 Sitz des „First Lord of the Treasury“, dem „Oberhaupt der Schatzkammer“, der zugleich der amtierende Premierminister Englands ist, genutzt wurde, allerdings nur höchst sporadisch. Bis dato (1732) bewohnte die 10 Downing Street Hans Caspar von Bothmer, der erste Minister für die deutschen Angelegenheiten, welcher für George I. arbeitete. Erst seit 1902 ist es der feste Wohnsitz des jeweiligen „Prime Minister“, wobei das Haus ursprünglich die Hausnummer „5“ trug. In der direkten Nachbarschaft der 10 Downing Street liegt die Nummer 9, die die Pressestelle des Premierministers beherbergt, ebenso wie die die Nummer 11, in welcher der „Second Lord of Treasury“, dem „Schatzkanzler“, lebt. In den Jahren von 1997 bis 2007 wurde jedoch die geregelte Hausverteilung geändert, da die Familie des damaligen Premierministers „Tony“ Blair zu groß für das Haus mit der Nummer 10 war. Also wurde kurzerhand mit dem damaligen Schatzkanzler Gordon Brown getauscht und die Blairs zogen in die geräumigere Nummer 11.

Finanzmetropole London

The „City of London“ ist ein kleiner Teil der Großtstadt London, auf dessen 2,60 km² sich das Geschäfts-und Finanzwesen Londons ballt. Mit einer Einwohnerzahl von in etwa 8000 Menschen scheint dieses Gebiet doch recht beschaulich, zieht man die mehr als 200.000 Menschen, die in Tätigkeiten des Finanzsektors eingespannt sind, in Betracht, so wird einem die Bedeutung der „City“ bewusst. Wo heute jährlich mehrere hundert Milliarden Dollar aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen fließen, war in den 70er Jahren ein extrem niedriges BIP (Bruttoinlandsprodukt) an der Tagesordnung. Sogar die weit rückständige und hochverschuldete DDR überholte das, noch vom Zweiten Weltkrieg stark angegriffene, England und produzierte mehr Waren (Güter und Dienstleistungen) pro Jahr.

Es war offensichtlich, dass eine Besserung ohne politische Eingriffe nicht zu erhoffen war, und so beschloss die damalige Premierministerin Margaret Thatcher, auch bekannt als „Eiserne Lady“, Maßnahmen durchzusetzen, die aus London die Weltmetropole machen sollte, die wir heute kennen. Ihr Programm zeichnete sich im Besonderen durch zwei Schlagwörter aus: Privatisierund Deregulierung, was den Abbau staatlicher Beschränkungen mit dem Ziel der Liberalisierung des britischen Marktes, bedeutet.

Im Jahr 1986 zeigte ihre Politik ihre Auswirkungen auch in der „City of London“. Seit dem sogenannten „Big Bang“, der Deregulierung der Finanzmärkte, verzeichnete London einen permanenten Aufstieg, der auch die weltweite bekannte „Wall Street“ in New York City in den Schatten stellt. Das BIP Englands stieg seit 20 Jahren um 66 %, was im Vergleich zu dem Anstieg, den die „City“ mit 158 % verbuchte, ein Nichts ist. The „City of London“ ist ein bedeutender Finanzstandort geworden, auch international, wo mehr als 500, in- wie ausländische Banken angesiedelt sind, ebenso haben viele nationale und internationale Firmen dort ihren Hauptsitz. Darunter befinden sich unter Anderem Aviva und BT Group. Eine weitere Verdeutlichung, wie wichtig der Standort London als Finanzzentrum geworden ist, ist die Tatsache, dass dort in etwa 70% der internationalen Bonds, ein Drittel aller Devisen und circa 50% des Aktienvolumens der ganzen Welt gehandelt werden.

Die „Auferstehung“ von Les Misérables

„Schaut her und seht…“ Heißt es in einem der vielen Lieder aus dem Stück „Les Misérables“ („Die Elenden“), welches am 17. Oktober 2010 sein 25-jähriges Bühnenjubiläum in England feierte und sich den Titel des am längsten aufgeführten Musicals sicherte. Ein Vierteljahrhundert ist seit der Uraufführung in Paris im Jahre 1980 vergangen, wo Claude-Michel Schönberg (Musik) und Alain Boublil (Libretto) „Les Misérables“, welches auf der literarischen Vorlage von Victor Hugo basiert, die Helden auferstehen ließen.
Wenn auch das Stück in Paris nun nicht mehr aufgeführt wird, so kann man „Les Misérables“ jeden Abend im „Queen’s Theatre“ in London genießen.

Die Geschichte von Jean Valjean und Javert, von Cosette und Marius,von Fantine und Eponine, von den Studenten, angeführt von Enjolras, und dem Volk von Paris ist in aller Welt bekannt. Auf seiner Reise wurde es von mehr als 56 Millionen Menschen in 42 Ländern und in  291 Städten gesehen, was eine Übersetzung in 21 Sprachen nach sich zog. Ein langer Weg also, der sich durch über 43.000 Aufführungen und über 70 gewonnene Preise, bezahlt macht.

Die Frage bleibt, was die Menschen an dem Stück so sehr fasziniert. Vielleicht, weil das Stück von Sehnsucht erzählt, die jeder Mensch in seinem Leben kennt, die man jedem Tag sehen kann, wenn man genau hinschaut. Ob es nun die Sehnsucht nach Liebe ist, die mal erfüllt – mal nicht erwiedert wird, oder die Sehnsucht nach Vergebung und Ruhe, die oft so schwer und unerreichbar ist, die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, die im Auge des Betrachters gerecht oder ungerecht erscheint, oder ob es die Sehnsucht nach Besserung ist, nach dem Ende der eigenen Not.

Ist das das Geheimnis, das Les Misérables so erfolgreich macht? Zu Ehren seines 25-jährigen Jubiläum hat  Cameron Mackintosh das Stück nochmal neu inszeniert, Altes wiederbelebt und Neues geschaffen.Mitwirkend dabei sind Stars wie John Owen-Jones, als Jean Valjean, Earl Carpenter, als Javert und Gareth Gates als Marius. Cameron Mackintosh bringt das Musical nun heim, dahin, wo es ursprünglich aufgeführt wurde -um genau zu sein am 08. Oktober 1985- ins „Barbican Theatre“, London, wo wir uns auf 22 Aufführungen dieses glorreichen Musicals freuen dürfen.

The Royal Family

Hört man den Titel „Royal Family“ so denkt man direkt an große Könige, die das ganze Land regieren, Gesetze erlassen und jede Kleinigkeit, die ihr Reich betrifft, kontrollieren. Bei der „Royal Family“ jedoch, handelt es sich nicht um die klassische absolustistische Familie. Die Parlamentarisierung, die im 19. und 20 Jahrhundert in Großbritannien seine Vollendung fand, machte England zu einer konstitutionellen Monarchie, was bedeutet, dass es neben der königlichen Familie, die seitdem nur repräsentative, zeremonielle und wohltätige Aufgaben inne hat, ein gewähltes Parlament gibt, welches aus dem Oberhaus „House of Lords“ und dem Unterhaus „House of Common“ besteht.

Die Queen, zurzeit „Queen Elizabeth II., spielt jedoch hinsichtlich der königlichen Familie eine Sonderrolle, da ihr weitere Aufgaben zufallen, die man wie folgt betitelt: Als „Head of State“ fallen ihr spezielle konstitutionelle und repräsentative Anforderungen zu, als „Head of the Nation“ verkörpert die Queen gewissen Ideale, wie Stabilität, Kontinuität und Nationalstolz.

Nach einer Krankheit ihres Vater George VI, welcher er 1952 erlag, bestieg seine älteste Tochter Elizabeth Alexandra Mary Windsor, mit gerade mal 25 Jahren den Thron von England und wurde unter dem Namen „Queen Elizabeth II.“ bekannt. Ihren Mann, den Offizier der Kriegsmarine Philip Mountbatten, heiratete sie bereits 1947 und  gebar ihm vier Nachkommen, wobei der bekannteste Nachkomme Charles Philip Arthur George (Prince Charles) auch „Prince of Wales“ genannt, ist, der 1981 Diana Spencer ehelichte, besser bekannt als „Lady Di“. Dadurch, dass Prince Charles der Erstgeborene war, fällt ihm das Erbe des Thrones zu, seine drei Geschwister Anne Elizabeth Alice Louise, „Princess Royal“, Andrew Albert Christian Edward, „Duke of York“, und Edward Anthony Richard Louis, „Earl of Wessex“ haben deshalb keinerlei Erbrecht. Seine Thronfolge kann Prince Charles jedoch erst antreten, wenn „Queen Elizabeth II.“ ihren Thron niederlegt, „in Rente geht“, oder stirbt. Falls einer dieser drei Fälle eintritt (die Königin feierte 2006 ihren 80. Geburtstag), könnte es dennoch möglich sein, dass Prince Charles seinen Thron an seinen ältesten Sohn „Prince William“ übergibt, welcher aus der Ehe mit Lady Diana hervorging. Dessen Bruder „Prince Henry“, meist „Prince Harry“ genannt, entstammt derselben Verbindung.

London Fashion Week

Zweimal im Jahr findet die berühmte Londoner Fashion Week statt, die sich nahtlos in die Reihe der drei anderen großen Fashion Weeks, die in Mailand, New York und Paris stattfinden, einfügt. Organisiert wird dieses Ereignis von „British Fashion Council“ welche von zahlreichen Sponsoren, unter Anderem Canon, unterstützt werden. Im Februar und September jeden Jahres haben mehr als 170 Designer die Möglichkeit ihre Mode auf der London Fashion Week in internationales Licht und Interesse zu rücken, wobei die 50 Shows innerhalb, und mehr als 45 Shows außerhalb des Programms, den Rahmen dafür bieten.

Heutzutage bietet die London Fashion Week über das eigentliche Programm hinaus weitere auf Mode basierende Aktivitäten, die von internationalen Designern selbst organisiert werden. Doch die Fashion Week in London, die den Ruf des „Paradiesvogels“ hat, war nicht immer so bekannt. Die Anfangsjahre der 80er Jahre waren in London dadurch geprägt, dass die Mode der neuen Designer zwar gezeigt wurde, jedoch nur auf kleinen Messen rund um die Hauptstadt.

Erst die Gründung der BFC (British Fashion Council) und die Zusammenarbeit zwischen der „British Designer Show“ und der „London Designer Collections“ ermöglichten die Organisation und Vermarktung, so dass die Fashion Week, mit Preisen, Catwalk Shows und anderweitigen auf Mode basierenden Aktivitäten, die Fashion Week wurde, die wir heute kennen und lieben. Die London Fashion Week ist und war schon früher – um genau zu sein seit 1993, seit Einführung des Konzepts „New Generation“, kurz „New Gen“- das Sprungbrett engangierter und junger Designer, die mit ihrer Mode auf internationalem Boden Erfolg haben wollen und oft auch hatten, wie die jungen Designer Alexander McQueen und Celements Ribeiro beweisen.

Der Ruf Londons durch sein Konzept der „New Generation“ (New Gen), welches junge engagierte Talente fördert, führte dazu, dass international bedeutende Modehäuser junge und kreative Designer aus London engagieren um ihre Mode wiederzubeleben. Auch heute findet eine Verfeinerung und Erweiterung dieses Konzeptes statt, 2006 wurde aus diesem Grund das „Fashion Forward“, eine Weiterentwicklung „New Gens“, eingeführt. Die Unterstützung junger talentierter ist seit jeher und auch in Zukunft noch das Rezept, das die London Fashion Week zu einem umungänglichen Ereignis macht, was die 20 Millionen £, die in die Wirtschaft Londons fließen, und die Besucher, die aus mehr als 25 Ländern angereist kommen, beweisen.

The Int. London Tattoo Convention

Am 26. September 2010 endete die International London Tattoo Convention, die dieses Jahr, seit ihrer Gründung 2005, das sechste Mal für Fans der bunten Körperkunst öffnete. Die International London Tattoo Convention ist in der europäischen Tattoo Szene das Hauptevent des Jahres, auf welches sich Tattoofans aus aller Welt jedes Mal wieder freuen, und das tausende mal mehr und mal weniger bekleidete Besucher, anlockt. Dieses Jahr konnten über 20.000 Besucher verzeichnet werden, was die zunehmende Beliebtheit eindeutig unterstreicht. Nicht nur innerhalb der Tattoo Szene ist die International London Tattoo Convention bekannt.

Durch ansteigendes Medieninteresse, ob nun von Fernseh oder von der Presse, wird dieses jährliche Ereignis zum weltweiten Event. 2009 schaffte es die Convention sogar ins Guinnessbuch, mit „Guinness World Record For The Most People Being Tattooed Simultaneously“, was von den 178 weltweit besten Tattoowierern und deren Kunden organisiert worden ist.

Neben dem Tattoo selbst gibt es noch weitere Attraktionen zur Unterhaltung der Besucher, angefangen von dem legendären Sailor Jerry, über den man entweder einen Film sehen oder seine berühmten Entwürfe betrachten kann. Auch heiße Frauen, die Fuel Girls, die in der Show „Fire and Air Carbaret Show“ die Zuschauer zum kochen bringen, gehören mit ins Programm. Für den kleinen oder großen Hunger und Durst steht Henry’s Bar & Restaurant, ebenso wie der Outside Food Court, zur Verfügung. Das nachgewiesen zunehmende Interesse bedeutet für die Veranstalter aber auch mehr Raum schaffen zu müssen um die begeisterten Pilger und die mehr als 200 Tattoowierer aus aller Welt aufnehmen zu können. Spätestens 2007 musste eine neue Örtlichkeit gefunden werden, so dass das Event von der „Old Truman Brewery“ in der Brick Lane in das „Tobacco Dock“ verlegt wurde, ein altes viktorianisches Gebäude, welches von Grund auf saniert wurde. Das „Tobacco Dock“, welches den Spitznamen „Covent Garden of the East End“ inne hat, wurde 1812 als Lager und Verkaufshalle für den aus Indien gelieferten Tabak genutzt. Erst seit 1990 ist es Treffpunkt für verschiedenste Veranstaltungen.

Flashmob

Ob T-Online Werbung, Lieder von bekannten Sängern, bekannte Szenen aus der Lieblingsserie oder als „Ehrbietung“ für einen verstorbenen Star. Alles eignet sich für einen Flashmob in den Straßen Londons. Viele Flashmobs werden über Bloqs (wie www.flashmob.co.uk), per Internet-Communities, über direkte Aufrufe bei Youtube, oder ganz einfach über Email-und Telefonketten organisiert. Flashmobs zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie blitzartig entstehen und ebenso schnell wieder vorbei sind, was der Name „Flashmob“ auch verdeutlicht: „Flash“ bedeutet Blitz, „mob“ kommt von dem Wort „mobilis“, und bedeutet in etwa: eine aufgewiegelte Volksmenge.

Weiterhin ist charakteristisch, dass eine große Menschenmenge beteiligt ist, wobei diese Menschen an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Tätigkeit vollführen. Das kann ein Tanz sein, eine andere bestimmte Bewegung, ein „Freeze“ oder einfach ein Applaus. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Durch die Organisation per Internet ist es in den meisten Fällen so, dass sich die Teilnehmer, auch „Flash Mobber“ oder „Smart Mobber“ genannt, untereinander unbekannt sind.In seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass ein identischer Flashmob in mehreren Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfindet.

Zuletzt ergab sich das 2010 anlässlich des „Eurovision Song Contest“, wo man zunächst in Oslo und Düsseldorf den Flashmob zu sehen bekam. Schließlich erreichte auch London die Herausfoderung. Im Normalfall wird kein politisches Ziel verfolgt, was auch die Ursprungsidee war . Hat ein Flashmob dennoch politische oder wirtschaftliche Hintergründe, nennt man ihn „Smart Mob“, was heutzutage auch eine moderne Form der Demonstration darstellt.

Sprachreise nach London

Das Erlernen einer Fremdsprache ermöglicht einem den Zugang zu verschiedensten Kulturen. Gerade in Bezug auf die europäische Union in der zunehmend gereist, grenzüberschreitend gearbeitet und kommuniziert wird, ist die Integration aller Länder eines der wichtigsten Voraussetzungen.

Diese Integration kann auf privater Ebene durch das Erlernen von Fremdsprachen erfolgen. Meistens ist eine gleichzeitige Entwicklung des Interesses für die Kultur, mit der diese neue Sprache verbunden ist, zu beobachten.

Besonders Englisch ist in der Zeit der Europäisierung eine der wichtigsten Sprachen, um einen erfolgreichen Austausch und freundschaftlichen Kontakt zwischen den Ländern zu ermöglichen.

Viele Menschen, und nicht nur junge, wählen in den letzten Jahren vermehrt für einen Sprachaufenthalt in England aus. Neben dem Vorteil beim einem Sprachaufenthalt englisch zu lernen, gibt es noch weitere Vorzüge einer Sprachreise. England gehört zu den großen europäischen Kulturnationen und hat dem Kultur- und Erlebnisorientierten das ganze Jahr über eine breite Palette an Veranstaltungen zu bieten. Ein gutes Beispiel der kulturellen Vielfalt bietet besonders die Hauptstadt London. Im Süd-Osten des Landes an der Themse liegend, ist London eine pulsierende Stadt in der es immer wieder Neues zu entdecken gibt und man überrascht sein wird, wie locker und offen die Londoner sind.

Wer einen Abstecher ins Umland machen möchte, der sollte sich Richtung Südküste bewegen. An Wochenenden verlassen viele Londoner die Metropole zu einem Ausflug ans Meer. So ist Brighton, südlich von London gelegen, ein beliebtes Ausflugsziel. Bei der Zugfahrt hat man eine gute Möglichkeit sich die liebliche Landschaft Südenglands mit seinen Feldern und sanften Hügeln anzuschauen.

Royal Albert Hall

Die im Jahr 1871 eröffnete Royal Albert Hall ist eine Veranstaltungshalle im Herzen von London. Die Halle wird unter anderem für Konzerte und Sportveranstaltungen genutzt und bildet einen Teil der Gedenkstätte für Prinz Albert, den Gatten von Königin Victoria. Die Halle hat ein Fassungsvermögen von rund 8.000 Zuschauern und wurde im Stil eines römischen Amphitheaters erbaut. In der Royal Albert Hall befindet sich eine gigantische Orgel mit 10.000 Pfeifen.

Der Komponist und Dirigent James Last hat hier bereits 70 Konzerte gegeben, Pink Floyd gaben in der Halle im Jahr 1968 ein legendäres Konzert. Insgesamt kann die Royal Albert Hall über 150.000 Veranstaltungen vorweisen, darunter Konzerte der Beatles, der Rolling Stones, von The Who und Led Zeppelin. Inzwischen werden auch Führungen von besonders geschultem Personal angeboten, so dass die Besucher auch einen Blick hinter die Kulissen werfen können. Bereits das Äußere der Halle, mit seinem Kuppelbau und den roten Backsteinen, ist sehr beeindruckend.

Die Halle verfügt über insgesamt 12 Eingänge, welche rund um das Gebäude verteilt sind. Über einige Stufen erreicht man dann den großen Konzertsaal, der in mehrere Ebenen eingeteilt ist. Ganz unten befinden sich die Stehplätze, im ersten Stock gibt es mehrere Logen, dann folgen zahlreiche Sitzplätze und ganz oben im Circle befindet sich eine normale Bestuhlung. Wenn man allerdings einen Sitzplatz im Circle haben möchte, sollte man schwindelfrei sein. Die Logen befinden sich dagegen etwa auf der Höhe der Bühne, so dass man von hier wohl den besten Blick hat. Die wichtigste Veranstaltung im Jahr sind die BBC Proms, welche es bereits seit über 100 Jahren gibt. Es handelt sich dabei um eine Reihe von Konzerten, welche von Juli bis September stattfinden. Den krönenden Abschluss bildet dann die Last Night of the Proms, bei der auch immer zahlreiche Prominente anwesend sind

Westminster Abbey

Die Abtei von Westminster in London ist traditionell die Stätte in London, an der die Könige des Landes gekrönt und nach ihrem Tod beigesetzt werden. Insgesamt beherbergt die Kirche 16 königliche Gräber, darunter die von Elizabeth I und von Maria Stuart. Georg II war der letzte König, der in der Westminster Abbey beerdigt wurde. Die späteren Monarchen wurden in Windsor Castle beigesetzt. Der Bau der Kirche nahm viele Jahre in Anspruch und wurde in mehreren Etappen durchgeführt. Der erste Teil soll bereits aus dem 7. Jahrhundert stammen.

Im Jahr 1245 wurde mit dem Bau im frühgotischen Stil begonnen. Ein Teil der Westfassade stammt aus dem 15. Jahrhundert, während die zwei Haupttürme erst zwischen 1722 und 1745 erbaut wurden.

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Die schöne Kapelle von Heinrich VII wurde zwischen 1503 und 1519 im spätgotischen Stil errichtet, hier wurden über 3.000 berühmte Persönlichkeiten beigesetzt. Am Haupteingang auf der Westseite des Gebäudes findet man die Darstellung der christlichen Tugenden Barmherzigkeit, Wahrheit, Friede und Gerechtigkeit sowie die Bildnisse von insgesamt 10 Märtyrern aus dem 20. Jahrhundert, darunter Martin Luther King. In der Dichterecke befinden sich ein Denkmal für William Shakespeare und die Grabmäler mehrerer Künstler, darunter die von Charles Dickens und Händel.

Besonders sehenswert ist auch der 700 Jahre alte Krönungsthron, der von Edward I in Auftrag gegeben wurde. Eine der größten Ereignisse in der Westminster Abbey war im Jahr 1953 die Krönung von Königin Elizabeth II, bei der mehr als 8.000 Menschen anwesend waren. Im Kirchenschiff der Abtei befinden sich mehr als 600 Gedenktafeln, Grabplatten und Denkmäler, welche an große Persönlichkeiten der englischen Geschichte erinnern.