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Königliche Paläste

In London residierten schon zahlreiche britische Monarchen, so dass es in der Weltstadt auch viele königliche Paläste gibt. Natürlich ist der Buckingham Palast die berühmteste königliche Residenz, denn hier wohnt die aktuelle Königin Elizabeth II. Ganz so königlich werden die meisten Besucher auf Ihrer Städtereise London wohl nicht unter kommen.

Das Schloss wurde im Jahr 1708 gebaut, im 19. Jahrhundert wurde der Palast dann von Georg IV umgebaut und wesentlich erweitert. Queen Victoria war dann die erste Monarchin, die auch offiziell im Buckingham Palast wohnte. Das Windsor Castle wurde vor rund 900 Jahren erbaut und beherbergt auch Gemälde aus der königlichen Sammlung. William der Eroberer war der erste Monarch, der hier residierte.

Einige Räumlichkeiten des Schlosses sind für Besucher geöffnet, darunter die St. George’s Chapel und die Galerie. Der Kensington Palace in der Nähe vom Hyde Park war das Geburtshaus von Queen Victoria. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1997 lebte hier auch Lady Diana mit ihren Söhnen. Heute ist der Kensington Palace die Residenz von Prinzessin Margaret und weiteren Angehörigen der Königsfamilie. Der St. James’s Palace wurde zwischen 1532 und 1540 unter der Regie von Heinrich VIII erbaut.

Heute dient der Palast als Wohnsitz für einige Mitglieder der Königsfamilie. Die Königinmutter lebte im Clarence House, welches sich auch auf dem Gelände des Palastes befindet. Auch der Tower von London war früher zeitweiser Wohnsitz der englischen Könige und Königinnen. Nach einer alten Tradition verbrachten sie hier die letzte Nacht vor ihrer Krönung. Der Hampton Court Palace befindet am Ufer der Themse etwas südwestlich von London. Das Haus aus dem 14. Jahrhundert wurde im Jahr 1514 zu einem Palast umgebaut. Später war er Wohnsitz von Heinrich VIII, George II war der letzte Monarch, der das Schloss als Hauptwohnsitz nutzte. Königin Victoria machte das Schloss später dann der Öffentlichkeit zugänglich. Auch die Houses of Parliament dienten früher als Wohnsitz der britischen Monarchen.

Der Westminster Palast, wie er früher hieß, wurde jedoch seit dem Jahr 1529 nicht mehr von englischen Königen bewohnt. Sehenswert sind auch das Syon House in Isleworth, das Banqueting House in Whitehall, das Kenwood House in Hampstead Heath und Osterley Park im Stadtbezirk Hounslow. Es handelt sich dabei um alte Herrenhäuser, die auch besichtigt werden können.

Hyde Park

Der legendäre Hyde Park zählt zu den königlichen Parkanlagen in der Metropole London. Der große Park, welcher durch den Serpentine Lake in zwei Hälften geteilt wird, dient den Londonern als Erholungsstätte und zur Freizeitgestaltung. Der große See in der Mitte des Parks lädt zum Schwimmen, Rudern und auch zum Angeln ein. Der Park verfügt außerdem über eine Bowlingbahn und eine Pferdereitbahn. Auf den riesigen Grünflächen können sich die Londoner ausruhen oder ein Picknick veranstalten. Im Sommer finden im Hyde Park zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen statt, hauptsächlich Konzerte.

Im Jahr 1969 traten hier die Rolling Stones unter freiem Himmel auf. Für die Olympischen Spiele 2012 sind sogar sportliche Wettkämpfe im Hyde Park geplant. Der Hyde Park existiert bereits seit 1.000 n. Chr., und lange Zeit wurde er hauptsächlich zur Jagd genutzt. Ab 1768 wurde der Park dann für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Seit dem Jahr 2004 hat der Hyde Park eine weitere Attraktion, den Gedächtnisbrunnen von Prinzessin Diana, welcher vor der Königin eingeweiht wurde. Der Hyde Park ist täglich von 5 bis 24 Uhr zugänglich, er wird von vielen Touristen und Einheimischen als Ruheoase genutzt. Auch viele Geschäftsleute verbringen gerne ihre Mittagspause hier. Berühmt ist auch die Speaker’s Corner, wo traditionell öffentlich über ein bestimmtes Thema diskutiert wird. Hier darf jeder ohne Voranmeldung eine Rede halten, solange er nicht über das britische Königshaus redet.

Jeden Tag um 10.30 marschiert die Household Cavalry durch den Hyde Park bis zumBuckingham Palast. Zu bestimmten Anlässen oder an königlichen Jubiläen wird im Hyde Park Salut gefeuert.

Greenwich

Greenwich befindet sich etwas außerhalb von London und ist bequem mit der U-Bahn oder dem Boot über die Themse zu erreichen. In diesem Viertel geht es wesentlich ruhiger zu als in der lebendigen Innenstadt von London. Greenwich bietet dem Besucher eine besondere Architektur und eine interessante Geschichte. Wenn man am Greenwich Pier ankommt, fällt einem sofort der Klipper Cutty Sark ins Auge. Das historische Schiff, welches früher zum Transport von Tee benutzt wurde, wurde bereits von über 15 Millionen Menschen besichtigt.

Freien Eintritt haben Touristen zu den weiteren Attraktionen Greenwich wie dem Queen’s House, dem Royal Observatory und dem National Maritime Museum.

Das Maritime Museum informiert seine Besucher über die Geschichte der Seefahrt. Von Greenwich aus starteten die berühmten Seefahrer Sir Francis Drake, Lord Nelson und James Cook ihre Reisen auf den Weltmeeren. Weltweit berühmt ist Greenwich wegen des Nullmeridians, welcher genau durch die Stadt verläuft. Im Jahre 1884 wurde die Sternwarte von Greenwich als Nullmeridian bestimmt. Im Royal Observatory gibt es eine interessante Ausstellung zu den Themen Zeit, Navigation und Astronomie.

Das Queen’s House beherbergt eine große Kunstausstellung zur Langzeitmiete mit vielen berühmten Werken. Im Zentrum von Greenwich gibt es viele Fachgeschäfte, so dass man ein wenig Bummeln kann. Donnerstags und sonntags findet ein großer Markt statt, auf welchem man Antiquitäten und viele andere kuriose Gegenstände erstehen kann. Im Theater von Greenwich werden regelmäßig Musicals in einem viktorianischen Musiksaal aufgeführt. Im Jahr 1997 wurde die Stadt Greenwich in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Besonders sehenswert ist auch das O2, ein riesiger Entertainment-Komplex, welcher im Jahr 1999 eröffnet wurde. Hier sollen auch einige Wettbewerbe der Olympischen Sommerspiele 2012 stattfinden. Die große Halle wird vor allem für Sport- und Musikveranstaltungen genutzt, und hieß bis zum Jahr 2005 Millenium Dome.

Geschichte

London kann auf eine fast 2.000-jährige Geschichte zurückblicken. Bereits etwa 50 n.Chr. gründeten die Römer an dieser Stelle die Stadt Londinium. Als die Angelsachsen Großbritannien eroberten, wurde diese römische Stadt allerdings zerstört. Erst Ende des 9. Jahrhunderts fand dann eine Neugründung Londons statt.

Im Jahr 1066 löste London die Stadt Winchester als englische Hauptstadt ab, nachdem die Normannen unter William dem Eroberer London eingenommen hatten. Mitte des 14. Jahrhunderts raffte die Pest etwa die Hälfte der Einwohner dahin. Im 16. Jahrhundert führte die Herrschaft von Königin Elizabeth I zur ersten Blütezeit Londons.

Nach und nach stieg die Stadt durch das wirtschaftliche Wachstum zur bedeutenden Handelsstadt auf. Im Jahr 1665 wütete die Pest in London, im darauffolgenden Jahr wurden große Teile durch einen riesigen Brand zerstört. Der Architekt Sir Christopher Wren plante daraufhin zahlreiche neue Gebäude und rekonsturierte viele Bauwerke, die beim großen Brand zerstört wurden. Während des 19. Jahrhunderts erreichte London den Status als größte Stadt der Welt, und die Herrschaft von Königin Victoria I führte England wieder in ein goldenes Zeitalter.

Die Bevölkerung wurde immer größer und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Verkehrsverbindungen bedeutend erweitert und verbessert. Das führte wiederum zu einem rasanten Wachstum der Stadt und einer steigenden Einwohnerzahl. Im Zweiten Weltkrieg wurden leider weite Teile der Stadt bei Luftangriffen zerstört. Nach dem Ende des Krieges verließen viele Einwohner die Stadt, um sich anderswo anzusiedeln. Die Geschichte Londons ist natürlich auch eng mit der Geschichte des britischen Königshauses verknüpft. In London gibt es noch viele historische Gebäude, die von der Geschichte der Stadt zeugen, sodass man Sprachreisen sehr gut einem Trip in die Geschichte Londons verbinden kann. Auch viele Museen beschäftigen sich mit der Geschichte und der Entwicklung Londons, so dass sich Besucher bestens informieren können.

Globe Theatre

Im Jahr 1599 wurde in London am Südufer der Themse das Globe Theatre erbaut. Da hier vor allem Stücke von William Shakespear aufgeführt wurden, wurde das Theater auch nach ihm benannt. Am rechten Themseufer befand sich im 16. Jahrhundert das Vergnügungsviertel Londons. Im Jahr 1613 fiel das Globe Theatre dann einem Feuer zum Opfer, als während einer Theateraufführung eine Kanone gezündet wurde und das Strohdach in Brand setzte. Das Theater wurde jedoch innerhalb eines Jahres wieder aufgebaut und neu eröffnet. Im Jahr 1642 wurde das Theater jedoch von der damaligen Regierung geschlossen, da alle Vergnügungsstätten Londons beseitigt werden sollten. Da das Theater nun leer stand, wurde es 1644 endgültig abgerissen und der Platz für den Bau von Wohnhäusern genutzt.

Im Jahr 1989 wurden dann Überbleibsel des Fundamentes entdeckt. Da sich an dieser Stelle jedoch Gebäude aus dem 18. Jahrhundert befinden, welche unter Denkmalschutz stehen, konnte man das Theater an der ursprünglichen Stelle nicht wieder aufbauen.

So entschied man sich für ein Gelände, welches nicht einmal 100 Meter entfernt liegt. Hier wurde das frühere Globe Theater rekonstruiert, ebenfalls mit einem Strohdach. Da Strohdächer jedoch in London wegen der Brandgefahr eigentlich verboten sind, mussten strenge Sicherheitsauflagen erfüllt werden. Im Jahr 1997 wurde dann das neue Globe Theatre eingeweiht. Der Nachbau entspricht fast dem Original mit Eichenbalken und einem Verputz aus Sand, Kalk und Ziegenhaar. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen musste die Besucherzahl des Theaters auf maximal 1.500 Personen beschränkt werden. Das Globe Theatre ist wie damals ein Freilufttheater, so dass die Zuschauer im Innenraum unter freiem Himmel sitzen. Aus diesem Grund finden Aufführungen auch nur zwischen Mai und September statt.

Im Theater gibt es auch eine Ausstellung, die Besucher über die Geschichte des Globe Theatre informiert. Die Aufführungen im Globe Theatre sind immer etwas ganz besonderes, da hier auf ein Bühnenbild und modernes Equipment verzichtet wird. Der Zuschauer wird in diesem Ambiente in frühere Zeiten zurückversetzt und erlebt Theater in seiner ursprünglichen Form.

Chislehurst Caves

Eine besondere Attraktion im Süden von London sind die Chislehurst Caves. Sicher ist diese Attraktion eher etwas für junge Leute und Familien, welche das Abenteuer lieben. Während einer 45-minütigen Führung kann man das unterirdische Gangsystem erforschen. Der unterirdische Tunnel wurde im Zweiten Weltkrieg auch als Schutzraum genutzt.

Viele Menschen, die ihre Unterkunft im Krieg verloren hatten, lebten hier längere Zeit, so dass eine Art unterirdische Stadt mit Gaststätten, einem Theater und einer Krankenstation entstand. Außerdem gibt es auch eine Höhlen-Kirche und einen Druiden-Altar zu sehen, auf welchem früher auch Menschen geopfert wurden.

Die unterirdischen Gänge wurden vor mehr als 8.000 Jahren von Hand in das Kalkgestein gehauen. Die Tunnel haben eine Gesamtlänge von rund 30 Kilometern und bieten den Besuchern eine besonders mystische Atmosphäre. Bis ins Jahr 1830 wurden hier unter der Erde Kalk- und Feuerstein abgebaut. Im Ersten Weltkrieg dienten die Gänge dann als Munitionslager. In den vergangenen Jahren waren die Chislehurst Caves Schauplatz von einigen Filmen und Serien. Unter anderem wurden hier Szenen für die TV-Serie „Dr. Who“ gedreht. Doch auch Leute, die sich für Geschichte und Geologie interessieren sollten sich einen Besuch des unterirdischen Labyrinths nicht entgehen lassen. Da das Gangsystem in vielen Jahrhunderten ausgebaut wurde, lässt es sich in drei Abschnitte unterteilen: einen druidischen, einen angelsächsischen und einen römischen Teil.

Natürlich gab es hier unter der Erde im Laufe der Zeit einige Spukerscheinungen, von denen der Führer auch gerne erzählt. Die Chislehurst Caves sind auf jeden Fall eine Londoner Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 5 Pounds und für Kinder 3 Pounds. Führungen finden zwischen 10 und 16 Uhr jeweils zur vollen Stunde statt.

Buckingham Palast

Der Buckingham Palast ist weltberühmt, denn schließlich ist er auch der Wohnsitz des englischen Königshauses. Im Buckingham Palast residiert Königin Elizabeth II mit ihrer Familie, teilweise werden auch ausländische Staatsgäste im Palast empfangen. Der Herzog von Buckingham ließ den Palast im Jahr 1703 als Stadthaus errichten. 1762 wurde das Gebäude dann von König Georg III als Privatresidenz gekauft. Innerhalb von 75 Jahren wurde der Palast immer weiter ausgebaut.

Im Jahr 1837 bestieg Königin Victoria den Thron und machte den Buckingham Palast zur Residenz des britischen Königshauses. Königin Victoria ließ dann auch die letzte Erweiterung des Gebäudekomplexes vornehmen, einen weiteren Gebäudeflügel zur Ostseite.

An diesem Gebäudeflügel befindet sich auch der berühmte Balkon, von wo aus die köngliche Familie bei besonderen Anlässen dem Volk zuwinkt. Der Buckingham Palast wurde während des Zweiten Weltkrieges mehrmals beschädigt, später jedoch wieder restauriert. Der Palast umfasst insgesamt 775 Räume, darunter natürlich der Thronsaal, eine Gemäldegalerie, ein blauer, ein grüner und ein weißer Salon. Die einzelnen Räume sind sehr unterschiedlich gestaltet und repräsentieren völlig verschiedene Stilrichtungen. Es gibt Räume, welche eher orientalisch anmuten, andere präsentieren sich im asiatischen Stil oder im Empirestil. Da die königliche Familie im Palast wohnt, ist er für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich. Lediglich in den Monaten August und September wird der Westflügel für Besucher geöffnet.

Der Palast ist Staatseigentum, er gehört nicht der königlichen Familie. Eine besondere Touristenattraktion ist die berühmte Wachablösung jeden Tag um 11.30 Uhr, welche nach einer traditionellen Zeremonie erfolgt. Wenn die Flagge auf dem Dach gehißt ist, bedeutet das, dass sie Königin außer Haus ist. Wer sich für eine Führung interessiert, oder der Wachablösung einmal beiwohnen möchte, sollte frühzeitig vor Ort sein, da der Andrang immer sehr groß ist.

Big Ben

Fälschlicherweise wird meistens der Glockenturm des Palace of Westminster in London als „Big Ben“ bezeichnet. Dabei ist es eigentlich der Name für die schwerste der insgesamt fünf Glocken in diesem Turm. Sie wiegt stolze 13,5 Tonnen. Richtig heisst der Uhrturm eigentlich Clock Tower oder auch St. Stephen’s Tower. Der 96,3 Meter hohe Uhrturm wurde im Jahr 1858 errichtet und ist seither eines der berühmtesten Wahrzeichen der Metropole London.

Die größte Uhr Großbritanniens hat vier Ziffernblätter mit einem Durchmesser von acht Metern. Es gibt insgesamt vier „Keeper of the Great Clock“, vier Mechaniker welche ständig im Einsatz sind, damit die große Uhr auch ordnungsgemäß funktioniert. Ein Elektromotor wird dreimal in der Woche eingeschaltet, um die Uhr des Big Ben aufzuziehen. Zu jeder vollen Stunde ertönt eine Melodie von Georg Friedrich Händel aus der Oper Messiah.

Der Palace of Westminster ist eigentlich eher als Houses of Parliament bekannt. Es wurde im Jahr 1834 durch einen Brand vollkommen zerstört, einige Jahre später jedoch wieder aufgebaut. Lediglich die Westminster Hall aus dem Jahr 1097 blieb bei dem Brand unversehrt und ist somit heute noch im Originalzustand. In diesem Gebäudekomplex wird auch heute noch Politik gemacht. Wenn im Parlament eine Tagung stattfindet, leuchtet im Uhrenturm eine Lampe. Besonders schön ist der Big Ben und der Palace of Westminster am Abend, wenn sie von einem warmen, gelben Licht angestrahlt werden. Am Wochenende und in den sitzungsfreien Monaten August und September, finden Führungen durch die Parlamentsgebäude statt.

Das Parlamentsgebäude mit dem Big Ben liegt direkt am Ufer der Themse und wurde im neugotischen Stil erbaut. Den Glockenturm kann man leider nur von außen bewundern, ein Betreten ist nicht möglich. Dennoch sollte jeder Besucher von London einmal diese Sehenswürdigkeit besichtigt haben, schließlich prangt der Big Ben auf den meisten Ansichtskarten aus London.

Neasden Temple

Der Neasden Temple ist der größte hinduistische Tempel außerhalb von Indien. Er wurde in den 90-er Jahren in London erbaut und trägt eigentlich den Namen Shri Swaminarayan Mandir. Über 1000 Steinmetze arbeiteten drei Jahre lang an diesem imposanten Bauwerk, welches aus italienischem Marmor und bulgarischem Kalkstein besteht. Der Bau wurde bewusst ohne Stahlträger gefertigt, da Metall nach dem hinduistischen Glauben eine Art magnetische Wellen ab, welche die Meditation stören.

Besucher können den Tempel nicht zu jeder Zeit besuchen, obwohl er täglich geöffnet ist. Beim Besuch muss man sich an einige Regeln halten, die der hinduistische Glaube vorschreibt.

So dürfen keine Shorts oder Röcke getragen werden, welche nicht mindestens bis zu den Knien gehen. Es ist jedoch auch möglich, sich für den Besuch einen Sarong auszuleihen. Außerdem müssen Besucher vor dem Betreten die Schuhe ausziehen, Handys und Taschen müssen am Eingang abgegeben werden.

Der Neasden Temple ist ein sehr beeindruckendes Gebäude, es wird fast wie ein orientalischer Palast mit seinen breiten Treppenstufen vor dem Eingangsbereich. Faszinierend sind die schönen Türme und Kuppeln, die in den Himmel ragen. Zur Tempelanlage gehört auch ein Café und ein Laden, sowie eine Ausstellung und ein Kulturzentrum, welches über den Hinduismus informiert. Das Innere des Tempels ist genauso beeindruckend wie das Äußere des Bauwerkes. In der Eingangshalle befinden sich schöne Holzschnitzereien, für welche über 200 Eichen gefällt werden mussten. Die Altäre sind für die Götter der Hindus prachtvoll mit Blumen geschmückt. Trotz aller Tradition fehlt es der religiösen Einrichtung auch nicht an modernen Annehmlichkeiten wie Aufzügen und einer Fußbodenheizung. Der Neasden Temple gehört zu den neueren Attraktionen in London und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Nach Anmeldung kann man sogar einem hinduistischen Gottesdienst beiwohnen.

London Underground

London ist eine sehr turbulente Stadt mit hohem Verkehrsaufkommen. Am besten bewegt man sich deshalb mit der U-Bahn fort, denn so kommt man schnell und sicher an die gewünschten Ziele. Das Londoner U-Bahn-Netz ist sowohl das längste als auch das älteste der Welt. Bereits im Jahr 1863 wurde die erste unterirdische Strecke eröffnet, auch wenn diese damals noch mit einer dampfbetriebenen Eisenbahn befahren wurde. Die Londoner nennen ihre U-Bahn auch einfach „tube“, also Röhre. Obwohl es sich um eine U-Bahn handelt sind nur rund 45 % der Strecke unter der Erde.

Das Streckennetz hat eine Gesamtlänge von rund 400 Kilometern und reicht auch bis in die Vororte von London. Insgesamt gibt es 269 Stationen, und die Londoner U-Bahn wird täglich von rund 3 Millionen Menschen benutzt. Unter der Woche fährt die U-Bahn von 5 bis 1 Uhr, an Sonntagen von 7 bis 24 Uhr.

Alle zwei bis zehn Minuten fährt eine Bahn, so dass man nie lange warten muss. Die Preise der Einzelfahrscheine werden nach Zonen berechnet, denn das Gebiet in und um London wurde in fünf Zonen unterteilt. Wenn man einige Tage in London verbringt, sollte man sich lieber für eine Travel Card entscheiden. Diese Karten sind entweder für einen, für drei oder für sieben Tage gültig. Außerdem gibt es sie für verschiedene Zonen, je nachdem, ob man sich nur im Zentrum oder auch etwas außerhalb umsehen möchte. Ein großer Vorteil dieser Travel Cards ist, dass sie sowohl für die U-Bahn als auch für die Londoner Busse gelten. Für Kinder zwischen 5 und 15 Jahren gibt es ermäßigte Preise.

Damit man sich das Schlangestehen vor einem Schalter oder einem Automaten erspart, sollte man sich die Travel Cards am besten schon vor dem Urlaub übers Internet bestellen.