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Insider Tipps in London und Umgebung

Brick Lane Market

Ein Spaziergang auf dem Brick Lane Market London gleicht einer Weltreise. Dreht man den Kopf nach links kann man förmlich China riechen. Vorne rechts an der Ecke bekommt man Indische Spezialitäten. An manchen Ständen herrscht ein buntes Gedränge und man hat den Eindruck dort muss es etwas besonderes geben. Wer Flohmärkte mag wird sich hier pudelwohl fühlen, wer Flohmärkte eigentlich nicht mag wird hier eines besseren belehrt. Hier gibt es alles nur erdenkliche aus allen Ecken und Enden der Welt. Das Brick Lane Gebiet in London ist eine Enklave der indischen und asiatischen Straßenverkäufer die mit vielen Leckereien und kleinen Snacks immer für gute Laune sorgen. Verkauft wird alles was man sich vorstellen kann angefangen bei Wohnaccessoires aus aller Welt, Kleidung, über Küchenausstattung, CDs, DVDs bis hin zu Möbeln.Verkauft wird auf einer relativ großen Fläche die sich über mehrere Straßen erstreckt.

Sind sie ein Schnäppchenjäger? Wer gerne ein wirkliches Schnäppchen machen möchte sollte sich auskennen, da die Qualität der angebotenen Ware stark variieren kann. Nicht alles was glänzt ist Gold und schnell landet man auf dem harten Boden der Tatsachen. Ein fast sicherer Indikator für gute Ware und Qualität ist sicherlich die Schlange der Einheimischen vor den einzelnen Ständen, die schon lange wissen wo es ein wirkliches Schnäppchen zu holen gibt. Doch das allein reicht noch nicht aus um wirklich gute Preise zu erzielen. Ein guter Geschäftssinn und ein gesundes Selbstvertrauen ist von Nöten um beim feilschen nicht unterzugehen.

Quelle: London Guide auf Expedia.de

Der Lebensmittelmarkt in der Halle des Kesselhauses bietet kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt. Ganz egal ob frische Pasta oder frittierte japanische Tintenfische, alles ist hier zu finden und wird auf Wunsch vor ihren Augen frisch zubereitet. Das Rootmaster ist ein Restaurant untergebracht in einem alten Doppeldecker-Bus mit erfrischenden veganen Gerichten. Auf dem Markt finden sich auch eine Vielzahl von Ständen für Gewürzen der besonderen Art bei denen ein Besuch unbedingt zu empfehlen ist. Der Markt im Kesselhaus ist jeden Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet, die Geschäfte, Galerien, Cafés und Restaurants sind hingegen die ganze Woche über geöffnet. Noch gilt der Brick Lane Market in London als ein Insider Tipp (Danke an expedia) erfreut sich aber immer größer werdender Beliebtheit bei den Touristen und gehört neben den bekannten Attraktionen Londons unbedingt auf die ToDo-Liste für den nächsten London Besuch.

The London Dungeon

„Enter at your peril“ (in etwa: „Eintritt auf eigene Gefahr“) heißt es in blutroter Schrift auf dem Schild, das den Eingang zum „The London Dungeon“ ziert und dem Gebäude eine gewisse Düsternis verleiht. Das London Dungeon (dt. „Kerker“), welches in Southwark in der Tooley Street liegt, trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Es erzählt die blutige Geschichte Londons über die Antike, das Mittelalter bis in die Neuzeit.

Ob es die „Great Plaque“, die große Pestplage, die London 1665 heimsuchte, oder das große Feuer von 1666 ist, ob man von dem legendären Jack the Ripper verfolgt wird, oder dem teuflischen Barbier Sweeney Todd gegenübersteht, das „London Dungeon“ bietet Geschichtsunterricht der etwas anderen Art. Denn auch heute treiben die schlimmsten Gestalten der britischen Geschichte in den dunklen Verließen des Dungeons ihr Unwesen und sorgen für Angst und Schrecken.

Das Gruselkabinett in London ist die Touristenattraktion, auch wenn, unter anderem, die real wirkende Anatomiestunde „Surgery: Blood and Guts“ beweist, dass das Dungeon nichts für zart besaitete Gemüter ist. Nachdem man sich durch endlose, sich windende Labyrinthe gequält hat, oder auf „Extremis“ in die ewige Verdammnis gestürzt ist, ob man den Bootstrip in die Hölle hinter sich hat, oder ob man sehen musste, wie „Bloody Mary“, eine Tochter Henry VIII., Ungläubige hinrichtet. Hier wird Geschichte mit allen Sinnen erlebt, so dass einen das flaue Gefühl im Magen nicht mehr so schnell verlässt. Als ob der Gruselfaktor, den das Düngen aufgrund seiner düsteren Geschichte inne hat, nicht reichte. Für den ultimativen Nervenkitzel sorgt die Angewohnheit mancher Figuren nicht still stehen zu bleiben. Die eigens engagierten Schauspieler, die dem „London Dungeon“ Leben einhauchen sollen, verleihen dem Horrorerlebnis den letzten Schliff.

„The London Dungeon“ hat mittlerweile in weiteren Städten Zuwachs bekommen. Ob in Amsterdam, Edinburgh, New York oder Hamburg, die blutige Geschichte der jeweiligen Stadt wird schonungslos aufgerollt und zur Schau gestellt. Ein Ticket für den Gang durch den Schrecken der Londoner Geschichte kostet in etwa 20 Pfund, die Eigentümer „Merlin Entertainments Group“ bietet jedoch „Combi Tickets“ an, die einem einen vergünstigten Eintritt in eine weitere Attraktion gewähren.

Sprachreise nach London

Das Erlernen einer Fremdsprache ermöglicht einem den Zugang zu verschiedensten Kulturen. Gerade in Bezug auf die europäische Union in der zunehmend gereist, grenzüberschreitend gearbeitet und kommuniziert wird, ist die Integration aller Länder eines der wichtigsten Voraussetzungen.

Diese Integration kann auf privater Ebene durch das Erlernen von Fremdsprachen erfolgen. Meistens ist eine gleichzeitige Entwicklung des Interesses für die Kultur, mit der diese neue Sprache verbunden ist, zu beobachten.

Besonders Englisch ist in der Zeit der Europäisierung eine der wichtigsten Sprachen, um einen erfolgreichen Austausch und freundschaftlichen Kontakt zwischen den Ländern zu ermöglichen.

Viele Menschen, und nicht nur junge, wählen in den letzten Jahren vermehrt für einen Sprachaufenthalt in England aus. Neben dem Vorteil beim einem Sprachaufenthalt englisch zu lernen, gibt es noch weitere Vorzüge einer Sprachreise. England gehört zu den großen europäischen Kulturnationen und hat dem Kultur- und Erlebnisorientierten das ganze Jahr über eine breite Palette an Veranstaltungen zu bieten. Ein gutes Beispiel der kulturellen Vielfalt bietet besonders die Hauptstadt London. Im Süd-Osten des Landes an der Themse liegend, ist London eine pulsierende Stadt in der es immer wieder Neues zu entdecken gibt und man überrascht sein wird, wie locker und offen die Londoner sind.

Wer einen Abstecher ins Umland machen möchte, der sollte sich Richtung Südküste bewegen. An Wochenenden verlassen viele Londoner die Metropole zu einem Ausflug ans Meer. So ist Brighton, südlich von London gelegen, ein beliebtes Ausflugsziel. Bei der Zugfahrt hat man eine gute Möglichkeit sich die liebliche Landschaft Südenglands mit seinen Feldern und sanften Hügeln anzuschauen.

Themse

Die Themse hat eine Länge von 346 Kilometer und ist der zweitlängste Fluss Großbritanniens. Während des 16. und 17. Jahrhunderts war die Themse eine wichtige Verbindung zwischen London und Westminster. In London führen sehr viele Brücken über die Themse, die bekanntesten sind sicher die London Bridge und die Tower Bridge. Seit dem Jahr 1971 befindet sich das Schiff HMS Belfast auf der Themse als Museumsschiff. Besucher können das 1938 fertiggestellte Schiff besichtigen und sich über das Leben auf See informieren.

Im Londoner Vorort Woolwich befindet sich die Thames Barrier, eine große Flutschutzwehr. Sie ist beweglich und weltweit die größte ihrer Bauart. Der Bau dauerte insgesamt 10 Jahre. Obwohl die Planungen bereits im Jahr 1953 gegannen, wurde die Vorrichtung erst im Jahr 1984 fertiggestellt.

Die Flutschutzwehr soll London vor einer Überflutung schützen, da London durch die Themse mit der Nordsee verbunden ist. Am Ufer der Themse liegen sehr viele Sehenswürdigkeiten Londons, darunter der Tower, das Globe Theatre, Westminster Abbey, die St. Paul’s Cathedral und die Houses of Parliament mit dem Big Ben. Auf der Themse werden auch täglich Bootsfahrten angeboten, so dass man viele Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus sehen kann.

Die so genannten City Cruises beginnen von insgesamt vier Piers aus, Tower, Greenwich, Waterloo und Westminster Pier. Zwischen diesen vier Piers verkehren die Boote den ganzen Tag, man kann einfach an einer Stelle aussteigen, um etwas zu besichtigen, und später dann zum nächsten Landungssteg weiterfahren. Die Boote sind wetterfest und auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Das Oberdeck ist offen, während das Unterdeck mit großen Panoramafenstern ausgestattet ist. Es werden am Abend jedoch auch luxuriöse Themse-Kreuzfahrten mit einem 4-Gänge-Menü, Champagner, Musik und Tanz angeboten. Paare können so einen romantischen Abend im wunderschön beleuchteten London verbringen.

Parkanlagen

Obwohl London eine riesige Weltstadt ist, gibt es genügend Parks und Grünanlagen, welche zur Erholung vom stressigen Alltag in der Weltstadt dienen. Insgesamt gibt es mehr als 200 Parkanlagen, einige davon waren früher im königlichen Besitz und wurden während des 19. Jahrhunderts der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der größte und bekannteste Park ist der Hyde Park im Zentrum der Millionenstadt. Er zählt ebenfalls zu den ehemals königlichen Parkanlagen und wird auch oft als „grüne Lunge von London“ bezeichnet.

Viele Londoner aber auch Touristen verbringen hier ihre Freizeit mit Faulenzen oder Sport. Berühmt ist vor allem die Speaker’s Corner, wo Besucher eine öffentliche Rede über ein beliebiges Thema halten können. Der Regent’s Park befindet sich im nördlichen Teil des Londoner Zentrums und beherbergt auch den Londoner Zoo.

Der Park bietet seinen Besuchern auch ein reichhaltiges Angebot zur Freizeitgestaltung, auf dem See kann gerudert werden. Die Royal Botanic Gardens zählen seit 2003 sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO und beherbergen viele seltene, exotische Pflanzen in Gewächshäusern oder im Freien. Beeindruckend sind auch die alten Rhododendrongewächse in den Parkanlagen. Der größte königliche Park ist der Richmond Park, er beherbergt eine riesige freilaufende Herde von Damhirschen und Wapitis. Besonders schön ist auch die Isabella Plantation, in der zahlreiche seltene Pflanzen zu sehen sind. König Edward I nutzte den Park ursprünglich als Jagdgebiet.

Der neueste Park innerhalb Londons ist der im Jahr 2001 fertiggestellte Thames Barrier Park. Der Chelsea Physik Garden ist der älteste botanische Garten in London, er besteht seit dem Jahr 1673. Hier findet man eine Oase der Ruhe und Erholung, im Sommer finden hier auch viele Open-Air-Veranstaltungen statt. Neben diesen größeren Parkanlagen gibt es in London noch viele kleine, aber dennoch sehenswerte Parks und Gärten.

Museen

Natürlich hat eine Weltstadt wie London seinen Besucher auch zahlreiche interessanten Museen zu bieten. In London ist der Eintritt in alle staatlichen Museen kostenlos, so dass die Reisekasse der Touristen ordentlich entlastet wird. Das Naturhistorische Museum dürfte für alle interessant sein, die sich für Zoologie und Geologie begeistern können. Das Science Museum erstreckt sich über sieben Etagen und befasst sich mit den Themen Wissenschaft, Medizin, Technik, Raumfahrt und Industrie.

Besonders berühmt ist die Tate Gallery, in welcher sich die größte Sammlung Britischer Kunst weltweit befindet. Das Victoria & Albert Museum ist das größte Museum für dekorative Kunst. Hier kann man Textilien, Möbel, Skulpturen, Metallarbeiten und Photographien aus Europa und Asien bewundern.

Die National Gallery präsentiert mehr als 2000 Gemälde, darunter Werke von Rembrand und Rubens. Das Museum of London informiert seine Besucher über die Geschichte der englischen Metropole von der römischen Gründungszeit bis in die Gegenwart. Sehr interessante Ausstellungen gibt es auch im Tower und im Fußgängerbereich der Tower Bridge.

Das National Maritime Museum ist das größte Museum, welches sich mit der nationalen und internationalen Geschichte der Seefahrt beschäftigt. Das Imperial War Museum ist auch einen Besuch wert, es beschäftigt sich mit der Zeit während des Ersten und Zweiten Weltkrieges, thematisiert jedoch auch andere militärische Konflikte. Auf der Themse befindet sich das Museumsschiff HSM Belfast, welches ein ehemaliges Kriegsschiff ist. Neben diesen älteren Museen, die sich hauptsächlich mit historischen Dingen beschäftigen, gibt es auch moderne Museen wie das Cartoon Museum, ein Tee- und Kaffee-Museum, das moderne Tate Museum, das Pollock’s Toy Museum oder das Fächer Museum.

Für Filmfreunde könnte auch das Museum of the Moving Image von großem Interesse sein, es befasst sich mit der Entwicklung von Fotografie und Film. Eine besondere Attraktion ist das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud, welches man auch fast als Museum bezeichnen könnte. London hat für jeden Geschmack das richtige Museum.

Hyde Park

Der legendäre Hyde Park zählt zu den königlichen Parkanlagen in der Metropole London. Der große Park, welcher durch den Serpentine Lake in zwei Hälften geteilt wird, dient den Londonern als Erholungsstätte und zur Freizeitgestaltung. Der große See in der Mitte des Parks lädt zum Schwimmen, Rudern und auch zum Angeln ein. Der Park verfügt außerdem über eine Bowlingbahn und eine Pferdereitbahn. Auf den riesigen Grünflächen können sich die Londoner ausruhen oder ein Picknick veranstalten. Im Sommer finden im Hyde Park zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen statt, hauptsächlich Konzerte.

Im Jahr 1969 traten hier die Rolling Stones unter freiem Himmel auf. Für die Olympischen Spiele 2012 sind sogar sportliche Wettkämpfe im Hyde Park geplant. Der Hyde Park existiert bereits seit 1.000 n. Chr., und lange Zeit wurde er hauptsächlich zur Jagd genutzt. Ab 1768 wurde der Park dann für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Seit dem Jahr 2004 hat der Hyde Park eine weitere Attraktion, den Gedächtnisbrunnen von Prinzessin Diana, welcher vor der Königin eingeweiht wurde. Der Hyde Park ist täglich von 5 bis 24 Uhr zugänglich, er wird von vielen Touristen und Einheimischen als Ruheoase genutzt. Auch viele Geschäftsleute verbringen gerne ihre Mittagspause hier. Berühmt ist auch die Speaker’s Corner, wo traditionell öffentlich über ein bestimmtes Thema diskutiert wird. Hier darf jeder ohne Voranmeldung eine Rede halten, solange er nicht über das britische Königshaus redet.

Jeden Tag um 10.30 marschiert die Household Cavalry durch den Hyde Park bis zumBuckingham Palast. Zu bestimmten Anlässen oder an königlichen Jubiläen wird im Hyde Park Salut gefeuert.

Chislehurst Caves

Eine besondere Attraktion im Süden von London sind die Chislehurst Caves. Sicher ist diese Attraktion eher etwas für junge Leute und Familien, welche das Abenteuer lieben. Während einer 45-minütigen Führung kann man das unterirdische Gangsystem erforschen. Der unterirdische Tunnel wurde im Zweiten Weltkrieg auch als Schutzraum genutzt.

Viele Menschen, die ihre Unterkunft im Krieg verloren hatten, lebten hier längere Zeit, so dass eine Art unterirdische Stadt mit Gaststätten, einem Theater und einer Krankenstation entstand. Außerdem gibt es auch eine Höhlen-Kirche und einen Druiden-Altar zu sehen, auf welchem früher auch Menschen geopfert wurden.

Die unterirdischen Gänge wurden vor mehr als 8.000 Jahren von Hand in das Kalkgestein gehauen. Die Tunnel haben eine Gesamtlänge von rund 30 Kilometern und bieten den Besuchern eine besonders mystische Atmosphäre. Bis ins Jahr 1830 wurden hier unter der Erde Kalk- und Feuerstein abgebaut. Im Ersten Weltkrieg dienten die Gänge dann als Munitionslager. In den vergangenen Jahren waren die Chislehurst Caves Schauplatz von einigen Filmen und Serien. Unter anderem wurden hier Szenen für die TV-Serie „Dr. Who“ gedreht. Doch auch Leute, die sich für Geschichte und Geologie interessieren sollten sich einen Besuch des unterirdischen Labyrinths nicht entgehen lassen. Da das Gangsystem in vielen Jahrhunderten ausgebaut wurde, lässt es sich in drei Abschnitte unterteilen: einen druidischen, einen angelsächsischen und einen römischen Teil.

Natürlich gab es hier unter der Erde im Laufe der Zeit einige Spukerscheinungen, von denen der Führer auch gerne erzählt. Die Chislehurst Caves sind auf jeden Fall eine Londoner Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 5 Pounds und für Kinder 3 Pounds. Führungen finden zwischen 10 und 16 Uhr jeweils zur vollen Stunde statt.

London Underground

London ist eine sehr turbulente Stadt mit hohem Verkehrsaufkommen. Am besten bewegt man sich deshalb mit der U-Bahn fort, denn so kommt man schnell und sicher an die gewünschten Ziele. Das Londoner U-Bahn-Netz ist sowohl das längste als auch das älteste der Welt. Bereits im Jahr 1863 wurde die erste unterirdische Strecke eröffnet, auch wenn diese damals noch mit einer dampfbetriebenen Eisenbahn befahren wurde. Die Londoner nennen ihre U-Bahn auch einfach „tube“, also Röhre. Obwohl es sich um eine U-Bahn handelt sind nur rund 45 % der Strecke unter der Erde.

Das Streckennetz hat eine Gesamtlänge von rund 400 Kilometern und reicht auch bis in die Vororte von London. Insgesamt gibt es 269 Stationen, und die Londoner U-Bahn wird täglich von rund 3 Millionen Menschen benutzt. Unter der Woche fährt die U-Bahn von 5 bis 1 Uhr, an Sonntagen von 7 bis 24 Uhr.

Alle zwei bis zehn Minuten fährt eine Bahn, so dass man nie lange warten muss. Die Preise der Einzelfahrscheine werden nach Zonen berechnet, denn das Gebiet in und um London wurde in fünf Zonen unterteilt. Wenn man einige Tage in London verbringt, sollte man sich lieber für eine Travel Card entscheiden. Diese Karten sind entweder für einen, für drei oder für sieben Tage gültig. Außerdem gibt es sie für verschiedene Zonen, je nachdem, ob man sich nur im Zentrum oder auch etwas außerhalb umsehen möchte. Ein großer Vorteil dieser Travel Cards ist, dass sie sowohl für die U-Bahn als auch für die Londoner Busse gelten. Für Kinder zwischen 5 und 15 Jahren gibt es ermäßigte Preise.

Damit man sich das Schlangestehen vor einem Schalter oder einem Automaten erspart, sollte man sich die Travel Cards am besten schon vor dem Urlaub übers Internet bestellen.

Sightseeing

St.Paul’s Cathedral, Buckingham Palace, Leicester Square, Covent Garden, die Tower Bridge, zahlreiche Museen, das Millenium Wheel – die „must see“ – Liste ist lang, der Aufenthalt in Englands Hauptstadt meist viel zu kurz. Und neben Sightseeing soll sich ja schließlich auch noch eine bißchen Shopping auf der Oxford Street oder am berühmten Camden Market ausgehen. Gerade jetzt nutzen viele aufgrund des günstigen Pfundkurses die Gelegenheit, das früher kaum erschwingliche London zu entdecken.

Viele, recht kostengünstige Hotels in London sind sehr zentral gelegen und so kann man sich nach einem Start in den Tag mit Full-English-Breakfast sozusagen die Metropole London erwandern.

Ein Spaziergang entlang der Themse erweckt den Eindruck eines Open-Air Museums. Startet man in Westminster, dem Regierungsviertel Londons mit den Houses of Parliament und Big Ben kann man auch gleich die Westminster Abbey besuchen, jene Kirche, in der 1066 Wilhelm der Eroberer gekrönt wurde. Sobald man Westminster hinter sich lässt und die Brücke überquert, befindet man sich vor einer weiteren Attraktion der Stadt, dem Millenium Wheel. Wer hier eine Runde dreht, dem bieten sich atemberaubende Ausblicke über ganz London, vorausgesetzt die englischen Wetterverhältnisse sind einem gnädig.

Vorbei an Straßenmusikanten und Gauklern sowie Hot-Dog-Ständen geht der Spaziergang weiter, immer noch entlang der Themse, bis man den Turm des alten Kohlekraftwerks „Bankside Power Station“ sieht, in dem das weltweit größte Museum für moderne Kunst beheimatet ist, das Tate Modern. Über die Millenium Bridge gelangt man ans andere Ufer der Themse, an dem sich die St. Paul’s Cathedral befindet, die zwischen 1675 und 1710 von Sir Christopher Wren erbaut wurde. In St. Paul’s wurden auch Prinz Charles und Lady Di getraut. Bleibt man auf dieser Seite der Themse kommt man nur wenig später am Tower of London vorbei, ein eindruckvoller Gebäudekomplex, der im Mittelalter als Festung, Waffenkammer und Gefängnis diente. Als Herzstück könnte man den White Tower bezeichnen, in dem auch die Rüstung von Henry dem VIII zu besichtigen ist. Auch die Kronjuwelen werden im Tower of London verwahrt. Auskunft über die Geschichte des Towers sowie historische Persönlichkeiten und Ereignisse geben die Beefeaters, die leicht an ihrer Bekleidung zu erkennen sind.

Eine interaktive Karte der Sehenswürdigkeiten können Sie unter london-entdecken.net einsehen.

Vom Tower aus sieht man dann bereits die Tower Bridge, Motiv für zahlreiche Postkarten sowie beliebtes Fotomotiv. Wem dann die Füße schmerzen, und wer sich bereits darauf freut im Hotel die Beine hochzulegen, gelangt mit der U-Bahn schnell zum Ausgangspunkt zurück. Dieser Spaziergang entlang der Themse ist äußerst empfehlenswert.

Es macht Sinn die Erkundungstour durch London ein wenig zu planen und sich zu überlegen, welche Sehenswürdigkeiten, Viertel oder Museen man auf keinen Fall auslassen möchte. In den Rezeptionen der Hotels in London kann man sich so manchen guten Tipp holen. Und wer es nicht schafft an einem Wochenende London zu entdecken, der kommt einfach zurück in die pulsierende Hauptstadt der Insel.