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Neuigkeiten aus London

iTunes Festival 2013 in London

Wie in den letzten sechs Jahren, findet auch in diesem Jahr wieder, angekündigt und bestätigt, das iTunes Festival statt. Dieses Mal findet der September im Londoner Roundhouse seinen Höhepunkt. Einen Kartenvorverkauf gibt es allerdings nicht. Zwar ist der Eintritt frei, dass aber auch nur, weil man die Karten für das Event nur über den iTunes Store oder diverse Medienpartner gewinnen kann.

Man braucht wohl etwas mehr, als nur ein wenig Glück, um solch eine Karte zu ergattern, denn Musikfans weltweit, also aus den USA, Australien, Brasilien, Europa, Japan, Kanada und Mexiko können an Wettbewerben der Medienpartner teilnehmen und so die Karten für das iTunes Festival gewinnen. Wer nicht das Glück hat und direkt zum Konzert gehen und live vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit sämtliche Auftritte live oder auch später auf Abruf über ein iOS-Gerät oder via iTunes am Computer zu sehen. Über Apple TV stehen die Streams ebenso zur Verfügung.

Im Londoner Roundhouse werden vom 1. bis zum 30. September 2013 – 60 Bands in 30 Nächten auftreten. Unter anderem sind zum Beispiel Justin Timberlake, Thirty Seconds to Mars, Phoenix und Jack Johnson auf der Bühne zu finden. Eine komplette Liste der teilnehmenden Musiker und Bands ist noch nicht preisgegeben worden. Bei den iTunes Festivals sind Newcomer ebenso willkommen wie etablierte Musiker. Da diese Konzerte später exklusiv und nur über iTunes angeboten und gekauft werden können, lohnen sich diese Festivals für Apple sehr. Für einen bestimmten Zeitraum sind die Streams jedoch noch kostenlos über iTunes abrufbar.

2007, als das erste iTunes Festival in Londons Institute of Contemporary Arts stattfand, gaben bekannte Größen wie Sir Paul McCartney, Amy Winehouse und Crowded House sich die Ehre dort aufzutreten. Bis heute sind über 370 Künstler vor 370000 Fans und weiteren Millionen Zuschauern, entweder online oder vor den Bildschirmen, aufgetreten, wobei Musikacts wie Adele, Coldplay, Foo Fighters, Alicia Keys, Paul Simon, Jack White und Oasis dazu gehören. Diese Auftritte kann man im iTunes-Store erhalten. Wer sich dieses Festival nicht entgehen lassen möchte, kann günstig mit Lufthansa nach London fliegen oder sich die Auftritte im Livestream anschauen.

Weitere Infomationen gibt es bei Twitter unter @iTunesFestival

Hochzeit von Prinz William und Kate

Am 29. April 2011 ist es soweit, dann wir Prinz William seiner Kate in London das Ja-Wort geben. Natürlich haben viele den Wunsch, bei diesem besonderen Anlass live vor Ort dabei zu sein, wenn die beiden dann nach der Trauung mit der Kutsche durch die Straßen von London fahren.

Wer nun meint, es gäbe keine freien Zimmer mehr in London, der hat sich geirrt, es sind in allen Kategorien noch Unterkünfte buchbar. Im Internet kann man auch kurzfristig noch Angebote finden, das kann sich in den nächsten Wochen jedoch auch ganz schnell ändern, deshalb sollte man nicht zu lange zögern.

Das große Angebot an Zimmern ist deshalb vorhanden, weil es viele Londoner an diesem April-Wochende aus der Stadt hinaus zieht, weil sie einfach dem Trubel entgehen wollen. Und da sie wissen, dass viele bei der Hochzeit dabei sein wollen, vermieten sie ihre Wohnungen solange an Touristen.

Am 29. April findet die Trauung um 11 Uhr in der berühmten Westminster Abbey statt. Hier wird es schwierig, einen guten Blick auf das Brautpaar zu erhaschen, dafür müsste man möglichst schon am Vorabend vor Ort und Stelle sein. Wenn die Trauung vorbei ist, dann fahren die beiden Vermählten in der Pferdekutsche durch London, gute Möglichkeiten, ein Foto zu machen gibt es vor dem Buckingham Palast oder am Richmond House.

Für 13.30 Uhr ist dann der Auftritt des Hochzeitspaares auf dem Balkon des Buckingham Palastes geplant. Wenn man sich am 29. April in London aufhält, dann muss man vor allem viel Geduld mitbringen, denn es kommt zu Straßensperrungen, Taschenkontrollen und einem stark überlasteten U-Bahn-Netz. An diesem besonderen Wochenende rechnet die Stadt London mit rund zwei Millionen zusätzlichen Gästen. Wenn man sich nicht direkt in die Menschenmassen begeben möchte, dann kann man das Geschehen auch auf einer Leinwand am Trafalgar Square oder im Green Park verfolgen. Für die Hochzeit wurden 1900 Einladungen versandt, doch bei weitem nicht jeder braucht sich für den abendlichen Ball  High Heels bestellen; nur ca 300 Gästen wird diese Ehre zu Teil.

Bis zum 28. April finden jeden Montag um 14 Uhr Führungen statt, bei denen die Teilnehmer zu den Plätzen in London geführt werden, die bezüglich der Liebe zwischen William und Kate eine wichtige Rolle spielen. Die Stadt London hat zum Anlass der königlichen Hochzeit die Vorschriften in der ganzen Stadt gelockert, so dürfen die Pubs an diesem Wochenende auch bis 1 Uhr geöffnet haben.

Fußball

Neben Tennis, Stichwort „Wimbledon“, Cricket und Snooker, eine abgeänderte Art des Billard, erfreut sich der Fußball in England einer äußerst großen Beliebtheit in der britischen Bevölkerung und wird-inoffiziell- als Nationalsport Englands gesehen. Aufgrund verschiedener Begebenheiten wird England als „Mutterland“ des Fußballs gesehen, auch wenn es bereits früher in anderen Ländern fußballähnliche Sportarten ausgetragen wurden. 1848 verfassten englische Studenten aus Cambrige die ersten Fußballregeln um das Spielen gegen andere Universitäten zu erleichtern (zu der Zeit gab es noch keine einheitlichen Regeln). 1863 wurde dann die Football Association (FA) gegründet, die die Entwicklung der Fußballregeln förderte und weiter antrieb. Auch der erste Fußballverein der Welt, der FC Sheffield wurde 1857 in England gegründet. Bis dato war die Sportart „Rugby Football“ dem Fußball zu ähnlich, erst die Einführung der Spielerbegrenzung, der Abseitsregel und, 1871, das Handspielverbot, sorgten für die nötige Abgrenzung beider Sportarten.

In der Weltmetropole London haben etwa vierzehn Fußballvereine ihr Zuhause, die bekanntesten Vereine sind wohl der FC Chelsea und FC Arsenal, im deutschsprachigen Raum ist der Name „Arsenal London“ aber weiter verbreitet. Beide Vereine gehören, neben Manchester United und FC Liverpool zu den vier größten und bedeutendsten, den „großen Vier“, der Premier League. Der FC Chelsea, dessen offizieller Titel „Chelsea Football Club lautet, sollte aufgrund der Lage des Stadions, in welchem trainiert werden sollte, „Fulham Football Club“ heißen, jedoch war dieser Name bereits „besetzt“, sodass man sich letztendlich auf „Chelsea Football Club“ einigte. Gründer dieses Vereins waren die Mears-Brüder, die 1869 den „Stamford Bridge Athletics Ground“ aufkauften um den bereits bestehenden FC Fulham darauf spielen zu lassen, was diese jedoch aufgrund einiger Unstimmigkeiten ablehnten.

Der FC Arsenal, „Arsenal Football Club“, wurde 1866 von Arbeitern im Stadtteil Holloway gegründet, allerdings erst unter dem Namen „Dial Square“. Kurze Zeit später wurde der Verein jedoch umbenannt, „Royal Arsenal“ war der Name der Rüstungsfabrik, bei welchem die Arbeiter angestellt waren. 1889 nahm der Royal Arsenal zum ersten Mal an einem FA Turnier teil, was einige Änderungen nach sich zog. Zum Einen wurde der Verein, durch das aggressive Abwerben ihrer Spieler durch andere Profivereine, selbst ein „Profiverein“ und nannte sich abermals um, „Woolwich Arsenal“ sollte der neue Name sein. Diese Entwicklung wurde von südenglischen Amateurklubs nicht gerne gesehen, der Ausschluss aus lokalen Wettbewerben war die Folge, sodass der Verein eine eher unbestimmte Zukunft hatte. Der Football Club jedoch sorgte für die Rettung und ließ den Verein in der „Second Division“ in der Profiliga spielen.

Finanzmetropole London

The „City of London“ ist ein kleiner Teil der Großtstadt London, auf dessen 2,60 km² sich das Geschäfts-und Finanzwesen Londons ballt. Mit einer Einwohnerzahl von in etwa 8000 Menschen scheint dieses Gebiet doch recht beschaulich, zieht man die mehr als 200.000 Menschen, die in Tätigkeiten des Finanzsektors eingespannt sind, in Betracht, so wird einem die Bedeutung der „City“ bewusst. Wo heute jährlich mehrere hundert Milliarden Dollar aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen fließen, war in den 70er Jahren ein extrem niedriges BIP (Bruttoinlandsprodukt) an der Tagesordnung. Sogar die weit rückständige und hochverschuldete DDR überholte das, noch vom Zweiten Weltkrieg stark angegriffene, England und produzierte mehr Waren (Güter und Dienstleistungen) pro Jahr.

Es war offensichtlich, dass eine Besserung ohne politische Eingriffe nicht zu erhoffen war, und so beschloss die damalige Premierministerin Margaret Thatcher, auch bekannt als „Eiserne Lady“, Maßnahmen durchzusetzen, die aus London die Weltmetropole machen sollte, die wir heute kennen. Ihr Programm zeichnete sich im Besonderen durch zwei Schlagwörter aus: Privatisierund Deregulierung, was den Abbau staatlicher Beschränkungen mit dem Ziel der Liberalisierung des britischen Marktes, bedeutet.

Im Jahr 1986 zeigte ihre Politik ihre Auswirkungen auch in der „City of London“. Seit dem sogenannten „Big Bang“, der Deregulierung der Finanzmärkte, verzeichnete London einen permanenten Aufstieg, der auch die weltweite bekannte „Wall Street“ in New York City in den Schatten stellt. Das BIP Englands stieg seit 20 Jahren um 66 %, was im Vergleich zu dem Anstieg, den die „City“ mit 158 % verbuchte, ein Nichts ist. The „City of London“ ist ein bedeutender Finanzstandort geworden, auch international, wo mehr als 500, in- wie ausländische Banken angesiedelt sind, ebenso haben viele nationale und internationale Firmen dort ihren Hauptsitz. Darunter befinden sich unter Anderem Aviva und BT Group. Eine weitere Verdeutlichung, wie wichtig der Standort London als Finanzzentrum geworden ist, ist die Tatsache, dass dort in etwa 70% der internationalen Bonds, ein Drittel aller Devisen und circa 50% des Aktienvolumens der ganzen Welt gehandelt werden.

The Royal Family

Hört man den Titel „Royal Family“ so denkt man direkt an große Könige, die das ganze Land regieren, Gesetze erlassen und jede Kleinigkeit, die ihr Reich betrifft, kontrollieren. Bei der „Royal Family“ jedoch, handelt es sich nicht um die klassische absolustistische Familie. Die Parlamentarisierung, die im 19. und 20 Jahrhundert in Großbritannien seine Vollendung fand, machte England zu einer konstitutionellen Monarchie, was bedeutet, dass es neben der königlichen Familie, die seitdem nur repräsentative, zeremonielle und wohltätige Aufgaben inne hat, ein gewähltes Parlament gibt, welches aus dem Oberhaus „House of Lords“ und dem Unterhaus „House of Common“ besteht.

Die Queen, zurzeit „Queen Elizabeth II., spielt jedoch hinsichtlich der königlichen Familie eine Sonderrolle, da ihr weitere Aufgaben zufallen, die man wie folgt betitelt: Als „Head of State“ fallen ihr spezielle konstitutionelle und repräsentative Anforderungen zu, als „Head of the Nation“ verkörpert die Queen gewissen Ideale, wie Stabilität, Kontinuität und Nationalstolz.

Nach einer Krankheit ihres Vater George VI, welcher er 1952 erlag, bestieg seine älteste Tochter Elizabeth Alexandra Mary Windsor, mit gerade mal 25 Jahren den Thron von England und wurde unter dem Namen „Queen Elizabeth II.“ bekannt. Ihren Mann, den Offizier der Kriegsmarine Philip Mountbatten, heiratete sie bereits 1947 und  gebar ihm vier Nachkommen, wobei der bekannteste Nachkomme Charles Philip Arthur George (Prince Charles) auch „Prince of Wales“ genannt, ist, der 1981 Diana Spencer ehelichte, besser bekannt als „Lady Di“. Dadurch, dass Prince Charles der Erstgeborene war, fällt ihm das Erbe des Thrones zu, seine drei Geschwister Anne Elizabeth Alice Louise, „Princess Royal“, Andrew Albert Christian Edward, „Duke of York“, und Edward Anthony Richard Louis, „Earl of Wessex“ haben deshalb keinerlei Erbrecht. Seine Thronfolge kann Prince Charles jedoch erst antreten, wenn „Queen Elizabeth II.“ ihren Thron niederlegt, „in Rente geht“, oder stirbt. Falls einer dieser drei Fälle eintritt (die Königin feierte 2006 ihren 80. Geburtstag), könnte es dennoch möglich sein, dass Prince Charles seinen Thron an seinen ältesten Sohn „Prince William“ übergibt, welcher aus der Ehe mit Lady Diana hervorging. Dessen Bruder „Prince Henry“, meist „Prince Harry“ genannt, entstammt derselben Verbindung.

Flashmob

Ob T-Online Werbung, Lieder von bekannten Sängern, bekannte Szenen aus der Lieblingsserie oder als „Ehrbietung“ für einen verstorbenen Star. Alles eignet sich für einen Flashmob in den Straßen Londons. Viele Flashmobs werden über Bloqs (wie www.flashmob.co.uk), per Internet-Communities, über direkte Aufrufe bei Youtube, oder ganz einfach über Email-und Telefonketten organisiert. Flashmobs zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie blitzartig entstehen und ebenso schnell wieder vorbei sind, was der Name „Flashmob“ auch verdeutlicht: „Flash“ bedeutet Blitz, „mob“ kommt von dem Wort „mobilis“, und bedeutet in etwa: eine aufgewiegelte Volksmenge.

Weiterhin ist charakteristisch, dass eine große Menschenmenge beteiligt ist, wobei diese Menschen an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Tätigkeit vollführen. Das kann ein Tanz sein, eine andere bestimmte Bewegung, ein „Freeze“ oder einfach ein Applaus. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Durch die Organisation per Internet ist es in den meisten Fällen so, dass sich die Teilnehmer, auch „Flash Mobber“ oder „Smart Mobber“ genannt, untereinander unbekannt sind.In seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass ein identischer Flashmob in mehreren Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfindet.

Zuletzt ergab sich das 2010 anlässlich des „Eurovision Song Contest“, wo man zunächst in Oslo und Düsseldorf den Flashmob zu sehen bekam. Schließlich erreichte auch London die Herausfoderung. Im Normalfall wird kein politisches Ziel verfolgt, was auch die Ursprungsidee war . Hat ein Flashmob dennoch politische oder wirtschaftliche Hintergründe, nennt man ihn „Smart Mob“, was heutzutage auch eine moderne Form der Demonstration darstellt.

Museen

Natürlich hat eine Weltstadt wie London seinen Besucher auch zahlreiche interessanten Museen zu bieten. In London ist der Eintritt in alle staatlichen Museen kostenlos, so dass die Reisekasse der Touristen ordentlich entlastet wird. Das Naturhistorische Museum dürfte für alle interessant sein, die sich für Zoologie und Geologie begeistern können. Das Science Museum erstreckt sich über sieben Etagen und befasst sich mit den Themen Wissenschaft, Medizin, Technik, Raumfahrt und Industrie.

Besonders berühmt ist die Tate Gallery, in welcher sich die größte Sammlung Britischer Kunst weltweit befindet. Das Victoria & Albert Museum ist das größte Museum für dekorative Kunst. Hier kann man Textilien, Möbel, Skulpturen, Metallarbeiten und Photographien aus Europa und Asien bewundern.

Die National Gallery präsentiert mehr als 2000 Gemälde, darunter Werke von Rembrand und Rubens. Das Museum of London informiert seine Besucher über die Geschichte der englischen Metropole von der römischen Gründungszeit bis in die Gegenwart. Sehr interessante Ausstellungen gibt es auch im Tower und im Fußgängerbereich der Tower Bridge.

Das National Maritime Museum ist das größte Museum, welches sich mit der nationalen und internationalen Geschichte der Seefahrt beschäftigt. Das Imperial War Museum ist auch einen Besuch wert, es beschäftigt sich mit der Zeit während des Ersten und Zweiten Weltkrieges, thematisiert jedoch auch andere militärische Konflikte. Auf der Themse befindet sich das Museumsschiff HSM Belfast, welches ein ehemaliges Kriegsschiff ist. Neben diesen älteren Museen, die sich hauptsächlich mit historischen Dingen beschäftigen, gibt es auch moderne Museen wie das Cartoon Museum, ein Tee- und Kaffee-Museum, das moderne Tate Museum, das Pollock’s Toy Museum oder das Fächer Museum.

Für Filmfreunde könnte auch das Museum of the Moving Image von großem Interesse sein, es befasst sich mit der Entwicklung von Fotografie und Film. Eine besondere Attraktion ist das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud, welches man auch fast als Museum bezeichnen könnte. London hat für jeden Geschmack das richtige Museum.

Geschichte

London kann auf eine fast 2.000-jährige Geschichte zurückblicken. Bereits etwa 50 n.Chr. gründeten die Römer an dieser Stelle die Stadt Londinium. Als die Angelsachsen Großbritannien eroberten, wurde diese römische Stadt allerdings zerstört. Erst Ende des 9. Jahrhunderts fand dann eine Neugründung Londons statt.

Im Jahr 1066 löste London die Stadt Winchester als englische Hauptstadt ab, nachdem die Normannen unter William dem Eroberer London eingenommen hatten. Mitte des 14. Jahrhunderts raffte die Pest etwa die Hälfte der Einwohner dahin. Im 16. Jahrhundert führte die Herrschaft von Königin Elizabeth I zur ersten Blütezeit Londons.

Nach und nach stieg die Stadt durch das wirtschaftliche Wachstum zur bedeutenden Handelsstadt auf. Im Jahr 1665 wütete die Pest in London, im darauffolgenden Jahr wurden große Teile durch einen riesigen Brand zerstört. Der Architekt Sir Christopher Wren plante daraufhin zahlreiche neue Gebäude und rekonsturierte viele Bauwerke, die beim großen Brand zerstört wurden. Während des 19. Jahrhunderts erreichte London den Status als größte Stadt der Welt, und die Herrschaft von Königin Victoria I führte England wieder in ein goldenes Zeitalter.

Die Bevölkerung wurde immer größer und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Verkehrsverbindungen bedeutend erweitert und verbessert. Das führte wiederum zu einem rasanten Wachstum der Stadt und einer steigenden Einwohnerzahl. Im Zweiten Weltkrieg wurden leider weite Teile der Stadt bei Luftangriffen zerstört. Nach dem Ende des Krieges verließen viele Einwohner die Stadt, um sich anderswo anzusiedeln. Die Geschichte Londons ist natürlich auch eng mit der Geschichte des britischen Königshauses verknüpft. In London gibt es noch viele historische Gebäude, die von der Geschichte der Stadt zeugen, sodass man Sprachreisen sehr gut einem Trip in die Geschichte Londons verbinden kann. Auch viele Museen beschäftigen sich mit der Geschichte und der Entwicklung Londons, so dass sich Besucher bestens informieren können.

Sightseeing

St.Paul’s Cathedral, Buckingham Palace, Leicester Square, Covent Garden, die Tower Bridge, zahlreiche Museen, das Millenium Wheel – die „must see“ – Liste ist lang, der Aufenthalt in Englands Hauptstadt meist viel zu kurz. Und neben Sightseeing soll sich ja schließlich auch noch eine bißchen Shopping auf der Oxford Street oder am berühmten Camden Market ausgehen. Gerade jetzt nutzen viele aufgrund des günstigen Pfundkurses die Gelegenheit, das früher kaum erschwingliche London zu entdecken.

Viele, recht kostengünstige Hotels in London sind sehr zentral gelegen und so kann man sich nach einem Start in den Tag mit Full-English-Breakfast sozusagen die Metropole London erwandern.

Ein Spaziergang entlang der Themse erweckt den Eindruck eines Open-Air Museums. Startet man in Westminster, dem Regierungsviertel Londons mit den Houses of Parliament und Big Ben kann man auch gleich die Westminster Abbey besuchen, jene Kirche, in der 1066 Wilhelm der Eroberer gekrönt wurde. Sobald man Westminster hinter sich lässt und die Brücke überquert, befindet man sich vor einer weiteren Attraktion der Stadt, dem Millenium Wheel. Wer hier eine Runde dreht, dem bieten sich atemberaubende Ausblicke über ganz London, vorausgesetzt die englischen Wetterverhältnisse sind einem gnädig.

Vorbei an Straßenmusikanten und Gauklern sowie Hot-Dog-Ständen geht der Spaziergang weiter, immer noch entlang der Themse, bis man den Turm des alten Kohlekraftwerks „Bankside Power Station“ sieht, in dem das weltweit größte Museum für moderne Kunst beheimatet ist, das Tate Modern. Über die Millenium Bridge gelangt man ans andere Ufer der Themse, an dem sich die St. Paul’s Cathedral befindet, die zwischen 1675 und 1710 von Sir Christopher Wren erbaut wurde. In St. Paul’s wurden auch Prinz Charles und Lady Di getraut. Bleibt man auf dieser Seite der Themse kommt man nur wenig später am Tower of London vorbei, ein eindruckvoller Gebäudekomplex, der im Mittelalter als Festung, Waffenkammer und Gefängnis diente. Als Herzstück könnte man den White Tower bezeichnen, in dem auch die Rüstung von Henry dem VIII zu besichtigen ist. Auch die Kronjuwelen werden im Tower of London verwahrt. Auskunft über die Geschichte des Towers sowie historische Persönlichkeiten und Ereignisse geben die Beefeaters, die leicht an ihrer Bekleidung zu erkennen sind.

Eine interaktive Karte der Sehenswürdigkeiten können Sie unter london-entdecken.net einsehen.

Vom Tower aus sieht man dann bereits die Tower Bridge, Motiv für zahlreiche Postkarten sowie beliebtes Fotomotiv. Wem dann die Füße schmerzen, und wer sich bereits darauf freut im Hotel die Beine hochzulegen, gelangt mit der U-Bahn schnell zum Ausgangspunkt zurück. Dieser Spaziergang entlang der Themse ist äußerst empfehlenswert.

Es macht Sinn die Erkundungstour durch London ein wenig zu planen und sich zu überlegen, welche Sehenswürdigkeiten, Viertel oder Museen man auf keinen Fall auslassen möchte. In den Rezeptionen der Hotels in London kann man sich so manchen guten Tipp holen. Und wer es nicht schafft an einem Wochenende London zu entdecken, der kommt einfach zurück in die pulsierende Hauptstadt der Insel.