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Die Top 10 der Dinge die man in London erlebt haben muß

Big Ben

Fälschlicherweise wird meistens der Glockenturm des Palace of Westminster in London als „Big Ben“ bezeichnet. Dabei ist es eigentlich der Name für die schwerste der insgesamt fünf Glocken in diesem Turm. Sie wiegt stolze 13,5 Tonnen. Richtig heisst der Uhrturm eigentlich Clock Tower oder auch St. Stephen’s Tower. Der 96,3 Meter hohe Uhrturm wurde im Jahr 1858 errichtet und ist seither eines der berühmtesten Wahrzeichen der Metropole London.

Die größte Uhr Großbritanniens hat vier Ziffernblätter mit einem Durchmesser von acht Metern. Es gibt insgesamt vier „Keeper of the Great Clock“, vier Mechaniker welche ständig im Einsatz sind, damit die große Uhr auch ordnungsgemäß funktioniert. Ein Elektromotor wird dreimal in der Woche eingeschaltet, um die Uhr des Big Ben aufzuziehen. Zu jeder vollen Stunde ertönt eine Melodie von Georg Friedrich Händel aus der Oper Messiah.

Der Palace of Westminster ist eigentlich eher als Houses of Parliament bekannt. Es wurde im Jahr 1834 durch einen Brand vollkommen zerstört, einige Jahre später jedoch wieder aufgebaut. Lediglich die Westminster Hall aus dem Jahr 1097 blieb bei dem Brand unversehrt und ist somit heute noch im Originalzustand. In diesem Gebäudekomplex wird auch heute noch Politik gemacht. Wenn im Parlament eine Tagung stattfindet, leuchtet im Uhrenturm eine Lampe. Besonders schön ist der Big Ben und der Palace of Westminster am Abend, wenn sie von einem warmen, gelben Licht angestrahlt werden. Am Wochenende und in den sitzungsfreien Monaten August und September, finden Führungen durch die Parlamentsgebäude statt.

Das Parlamentsgebäude mit dem Big Ben liegt direkt am Ufer der Themse und wurde im neugotischen Stil erbaut. Den Glockenturm kann man leider nur von außen bewundern, ein Betreten ist nicht möglich. Dennoch sollte jeder Besucher von London einmal diese Sehenswürdigkeit besichtigt haben, schließlich prangt der Big Ben auf den meisten Ansichtskarten aus London.

Neasden Temple

Der Neasden Temple ist der größte hinduistische Tempel außerhalb von Indien. Er wurde in den 90-er Jahren in London erbaut und trägt eigentlich den Namen Shri Swaminarayan Mandir. Über 1000 Steinmetze arbeiteten drei Jahre lang an diesem imposanten Bauwerk, welches aus italienischem Marmor und bulgarischem Kalkstein besteht. Der Bau wurde bewusst ohne Stahlträger gefertigt, da Metall nach dem hinduistischen Glauben eine Art magnetische Wellen ab, welche die Meditation stören.

Besucher können den Tempel nicht zu jeder Zeit besuchen, obwohl er täglich geöffnet ist. Beim Besuch muss man sich an einige Regeln halten, die der hinduistische Glaube vorschreibt.

So dürfen keine Shorts oder Röcke getragen werden, welche nicht mindestens bis zu den Knien gehen. Es ist jedoch auch möglich, sich für den Besuch einen Sarong auszuleihen. Außerdem müssen Besucher vor dem Betreten die Schuhe ausziehen, Handys und Taschen müssen am Eingang abgegeben werden.

Der Neasden Temple ist ein sehr beeindruckendes Gebäude, es wird fast wie ein orientalischer Palast mit seinen breiten Treppenstufen vor dem Eingangsbereich. Faszinierend sind die schönen Türme und Kuppeln, die in den Himmel ragen. Zur Tempelanlage gehört auch ein Café und ein Laden, sowie eine Ausstellung und ein Kulturzentrum, welches über den Hinduismus informiert. Das Innere des Tempels ist genauso beeindruckend wie das Äußere des Bauwerkes. In der Eingangshalle befinden sich schöne Holzschnitzereien, für welche über 200 Eichen gefällt werden mussten. Die Altäre sind für die Götter der Hindus prachtvoll mit Blumen geschmückt. Trotz aller Tradition fehlt es der religiösen Einrichtung auch nicht an modernen Annehmlichkeiten wie Aufzügen und einer Fußbodenheizung. Der Neasden Temple gehört zu den neueren Attraktionen in London und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Nach Anmeldung kann man sogar einem hinduistischen Gottesdienst beiwohnen.

Tower Bridge

Die Towerbridge in London führt über die Themse und gehört wohl zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt. Die Brücke wurde im Jahr 1894 im neugotischen Stil errichtet und verbindet den Tower of London am Nordufer mit der City Hall am Südufer. Die Klappbrücke wird häufig mit der London Bridge verwechselt, welche sich jedoch ein Stück weiter stromaufwärts befindet. Die beiden Brückentürme der berühmten Brücke haben eine Höhe von 65 Meter, die Brücke ist insgesamt 244 Meter lang. Damit größere Schiffe an dieser Stelle die Themse befahren können, kann die Brücke hochgeklappt werden. Die Fußgängerbrücke kann jedoch auch bei hochgeklappter Brücke benutzt werden. Dieses Schauspiel bietet sich den Zuschauern nur etwa 1.000 mal pro Jahr, denn die Touristenschiffe können alle unter der Brücke durchfahren und große Schiffe fahren hier nicht mehr regelmäßig. Die Brücke beherbergt auch ein Museum über die Entstehung der Brücke. Wenn man den Eintritt bezahlt hat, kann man auch den Maschinenraum mit den alten Dampfmaschinen besichtigen. Diese wurden früher benötigt, um die Brücke hochzuklappen. Um die historische Brücke zu erhalten, wurde die Geschwindigkeit zum Überqueren auf 36 km/h beschränkt, die strikte Einhaltung wird auch per Videokamera überwacht. Täglich wird die Tower Bridge von rund 40.000 Autos befahren, denn sie ist Bestandteil der inneren Ringstraße Londons. Besonders imposant und schön ist die Tower Bridge nach Einbruch der Dunkelheit, wenn sie von mehreren Scheinwerfern angestrahlt wird. Die Tower Bridge ist das Motiv auf vielen Ansichtskarten und Souvenirs. Die Fußgängerüberwege sind vollständig verglast worden und bieten den Besuchern einen atemberaubenden Ausblick. Das Museum und der Maschinenraum sind täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.