Kategorie-Archiv: Verkehrsmittel

Verkehr in London

Autofahren in London

Obwohl in London, wegen des Linksverkehrs, auf der – aus unserer Sicht- verkehrten Straßenseite gefahren wird, sind die meisten Verkehrsregeln dort ziemlich identisch mit den unseren. Zunächst ist es wichtig, den Führerschein mitzuführen. Diejenigen, die noch nicht über den neuen EU-Führerschein in Kartenform verfügen, müssen sich allerdings keine Sorgen machen, da der alte noch in der ganzen EU anerkannt wird. Es ist ebenso erforderlich, den Fahrzeugschein bei sich zu haben, sowie es auch von Vorteil ist, eine Internationale Versicherungskarte und einen Auslandsschutzbrief mitzuführen. Um Ärger während Ihres Aufenthalts zu vermeiden, empfiehlt es sich, die dortigen Verkehrsregeln genau zu befolgen. Zunächst ist das Anlegen des Anschnallgurtes Pflicht in Großbritannien, sowie dem Fahrzeugführer strikt verboten, während der Fahrt zu Telefonieren.

Des Weiteren gibt es auch in London Geschwindigkeitsbegrenzungen, die eingehalten werden müssen:

  • 48 km/h (30mph) innerhalb geschlossener Ortschaften
  • 112 km/h ( 70mph) auf mindestens zweispurigen Autobahnen und Straßen für Motorräder und PKW
  • max. 96 km/h( 60mph) auf allen übrigen Straßen, bei PKW mit Anhänger liegt die Begrenzung bei 80km/h (50mph)

Die Längenstreckeneinheit in London ist die Meile, weshalb auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen in mph, also miles per hour, angegeben werden. Die Umrechnung in Kilometer erfolgt durch die Multiplikation mit 1,6. Außerdem ist es notwendig, eine Teilabdeckung für Ihre Schweinwerfer anzubringen. Um entgegenkommende Fahrer nicht zu blenden, können Sie eine Klebefolie kaufen, welche auf der Fähre, aber auch in Werkstätten und Automobilclubs erhältlich ist. Für den Fall, dass Sie sich, obwohl Sie Autofahren, einen Drink genehmigen wollen, sollten Sie daran denken, dass die Promillegrenze bei einem Wert von 0,8 liegt. Die Geldbußen bei Alkoholvergehen am Steuer sind in London sehr hoch.
Viele Experten raten davon ab, mit einem Mietwagen durch die Innenstadt zu fahren. Hier herrscht oft Stau und am Ende gehen öffentliche Verkehrsmittel wie die London Underground nicht nur schneller sondern sind meist auch günstiger.

Während Ihres Londonbesuchs sollten Sie es dennoch nicht versäumen, die dortigen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Die Tower Bridge, der Tower of London, die Saint Paul’s Cathedral, das Museum of London, aber auch die Bank of England sind nur einige Stationen, die Sie bei einem Aufenthalt in London besuchen sollten. Da Sie mit dem Auto nach Groß Britannien reisen, haben Sie hinzu die Möglichkeit einen Ausflug außerhalb der Stadt zu machen. Eine Tagestour nach Stratford upon Avon, der Geburtsstadt William Shakespeares, ist eine gelungene Alternative zu den üblichen Sehenswürdigkeiten. Ebenso schön ist eine Fahrt an die Küste oder in die Universitätsstadt Oxford, mit der beeindruckenden Christ Church Cathedral. Besonders empfehlenswert ist für viele Touristen jedoch ein Ausflug in die Stadt Windsor zum Buckingham Palace, dem Sitz der englischen Königsfamilie. Hier erhofft man sich einen Blick auf die Queen erhaschen zu können.

Letztendlich hat ein Urlaub mit dem eigenen Fahrzeug immer gewisse Nachteile, die sich jedoch vermeiden lassen, indem man sich an alle Regeln hält. Sollte dies der Fall sein, können Sie sich auf einen wunderbaren, komfortablen Urlaub mit dem eigenen PKW freuen.

Themse

Die Themse hat eine Länge von 346 Kilometer und ist der zweitlängste Fluss Großbritanniens. Während des 16. und 17. Jahrhunderts war die Themse eine wichtige Verbindung zwischen London und Westminster. In London führen sehr viele Brücken über die Themse, die bekanntesten sind sicher die London Bridge und die Tower Bridge. Seit dem Jahr 1971 befindet sich das Schiff HMS Belfast auf der Themse als Museumsschiff. Besucher können das 1938 fertiggestellte Schiff besichtigen und sich über das Leben auf See informieren.

Im Londoner Vorort Woolwich befindet sich die Thames Barrier, eine große Flutschutzwehr. Sie ist beweglich und weltweit die größte ihrer Bauart. Der Bau dauerte insgesamt 10 Jahre. Obwohl die Planungen bereits im Jahr 1953 gegannen, wurde die Vorrichtung erst im Jahr 1984 fertiggestellt.

Die Flutschutzwehr soll London vor einer Überflutung schützen, da London durch die Themse mit der Nordsee verbunden ist. Am Ufer der Themse liegen sehr viele Sehenswürdigkeiten Londons, darunter der Tower, das Globe Theatre, Westminster Abbey, die St. Paul’s Cathedral und die Houses of Parliament mit dem Big Ben. Auf der Themse werden auch täglich Bootsfahrten angeboten, so dass man viele Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus sehen kann.

Die so genannten City Cruises beginnen von insgesamt vier Piers aus, Tower, Greenwich, Waterloo und Westminster Pier. Zwischen diesen vier Piers verkehren die Boote den ganzen Tag, man kann einfach an einer Stelle aussteigen, um etwas zu besichtigen, und später dann zum nächsten Landungssteg weiterfahren. Die Boote sind wetterfest und auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Das Oberdeck ist offen, während das Unterdeck mit großen Panoramafenstern ausgestattet ist. Es werden am Abend jedoch auch luxuriöse Themse-Kreuzfahrten mit einem 4-Gänge-Menü, Champagner, Musik und Tanz angeboten. Paare können so einen romantischen Abend im wunderschön beleuchteten London verbringen.

London Underground

London ist eine sehr turbulente Stadt mit hohem Verkehrsaufkommen. Am besten bewegt man sich deshalb mit der U-Bahn fort, denn so kommt man schnell und sicher an die gewünschten Ziele. Das Londoner U-Bahn-Netz ist sowohl das längste als auch das älteste der Welt. Bereits im Jahr 1863 wurde die erste unterirdische Strecke eröffnet, auch wenn diese damals noch mit einer dampfbetriebenen Eisenbahn befahren wurde. Die Londoner nennen ihre U-Bahn auch einfach „tube“, also Röhre. Obwohl es sich um eine U-Bahn handelt sind nur rund 45 % der Strecke unter der Erde.

Das Streckennetz hat eine Gesamtlänge von rund 400 Kilometern und reicht auch bis in die Vororte von London. Insgesamt gibt es 269 Stationen, und die Londoner U-Bahn wird täglich von rund 3 Millionen Menschen benutzt. Unter der Woche fährt die U-Bahn von 5 bis 1 Uhr, an Sonntagen von 7 bis 24 Uhr.

Alle zwei bis zehn Minuten fährt eine Bahn, so dass man nie lange warten muss. Die Preise der Einzelfahrscheine werden nach Zonen berechnet, denn das Gebiet in und um London wurde in fünf Zonen unterteilt. Wenn man einige Tage in London verbringt, sollte man sich lieber für eine Travel Card entscheiden. Diese Karten sind entweder für einen, für drei oder für sieben Tage gültig. Außerdem gibt es sie für verschiedene Zonen, je nachdem, ob man sich nur im Zentrum oder auch etwas außerhalb umsehen möchte. Ein großer Vorteil dieser Travel Cards ist, dass sie sowohl für die U-Bahn als auch für die Londoner Busse gelten. Für Kinder zwischen 5 und 15 Jahren gibt es ermäßigte Preise.

Damit man sich das Schlangestehen vor einem Schalter oder einem Automaten erspart, sollte man sich die Travel Cards am besten schon vor dem Urlaub übers Internet bestellen.