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Hochzeit von Prinz William und Kate

Am 29. April 2011 ist es soweit, dann wir Prinz William seiner Kate in London das Ja-Wort geben. Natürlich haben viele den Wunsch, bei diesem besonderen Anlass live vor Ort dabei zu sein, wenn die beiden dann nach der Trauung mit der Kutsche durch die Straßen von London fahren.

Wer nun meint, es gäbe keine freien Zimmer mehr in London, der hat sich geirrt, es sind in allen Kategorien noch Unterkünfte buchbar. Im Internet kann man auch kurzfristig noch Angebote finden, das kann sich in den nächsten Wochen jedoch auch ganz schnell ändern, deshalb sollte man nicht zu lange zögern.

Das große Angebot an Zimmern ist deshalb vorhanden, weil es viele Londoner an diesem April-Wochende aus der Stadt hinaus zieht, weil sie einfach dem Trubel entgehen wollen. Und da sie wissen, dass viele bei der Hochzeit dabei sein wollen, vermieten sie ihre Wohnungen solange an Touristen.

Am 29. April findet die Trauung um 11 Uhr in der berühmten Westminster Abbey statt. Hier wird es schwierig, einen guten Blick auf das Brautpaar zu erhaschen, dafür müsste man möglichst schon am Vorabend vor Ort und Stelle sein. Wenn die Trauung vorbei ist, dann fahren die beiden Vermählten in der Pferdekutsche durch London, gute Möglichkeiten, ein Foto zu machen gibt es vor dem Buckingham Palast oder am Richmond House.

Für 13.30 Uhr ist dann der Auftritt des Hochzeitspaares auf dem Balkon des Buckingham Palastes geplant. Wenn man sich am 29. April in London aufhält, dann muss man vor allem viel Geduld mitbringen, denn es kommt zu Straßensperrungen, Taschenkontrollen und einem stark überlasteten U-Bahn-Netz. An diesem besonderen Wochenende rechnet die Stadt London mit rund zwei Millionen zusätzlichen Gästen. Wenn man sich nicht direkt in die Menschenmassen begeben möchte, dann kann man das Geschehen auch auf einer Leinwand am Trafalgar Square oder im Green Park verfolgen. Für die Hochzeit wurden 1900 Einladungen versandt, doch bei weitem nicht jeder braucht sich für den abendlichen Ball  High Heels bestellen; nur ca 300 Gästen wird diese Ehre zu Teil.

Bis zum 28. April finden jeden Montag um 14 Uhr Führungen statt, bei denen die Teilnehmer zu den Plätzen in London geführt werden, die bezüglich der Liebe zwischen William und Kate eine wichtige Rolle spielen. Die Stadt London hat zum Anlass der königlichen Hochzeit die Vorschriften in der ganzen Stadt gelockert, so dürfen die Pubs an diesem Wochenende auch bis 1 Uhr geöffnet haben.

10 Downing Street

10 Downing Street, Downing Street number ten gesprochen, ist neben dem Buckingham Palace wohl die bekannteste Adresse Londons, mit der wohl bekanntesten Haustür der Welt, und liegt direkt in dessen Herzen, an der Seitenstraße der Whitehall. Die „Whitehall“ bezeichnet 2/3 der Straße zwischen dem Trafalgar Square und dem Parliament Square, der Rest der in etwa 1 1/2 Kilometer langen Straße hat den Namen „Parliament Street“. Der öffentliche Zugang zur Downing Street wurde 1986 aufgrund eines befürchteten Attentats auf die damalige Premierministerin Margaret Thatcher mit zwei Stahltoren unterbunden, die auch heute noch in Funktion sind und 2003 noch weiter verstärkt wurden. Früher diente die Downing Street als Abkürzung vieler zum St. James‘ Park. Die 10 Downing Street hat eine lange Geschichte und erzählt eine lange Geschichte.

Innerhalb seiner Mauern kam es zu mal mehr und mal weniger gewaltvollen Aufständen und Protesten, zu überraschenden und bahnbrechenden politischen Zielen und Leitlinien. Auch während des ersten und zweiten Weltkriegs war die 10 Downing Street das „Nervenzentrum“ Englands, was seine Bedeutung als Sitz des Premierministers weiter unterstreicht.

Es lässt sich sagen, dass die 10 Downing Street schon bereits seit 1735 Sitz des „First Lord of the Treasury“, dem „Oberhaupt der Schatzkammer“, der zugleich der amtierende Premierminister Englands ist, genutzt wurde, allerdings nur höchst sporadisch. Bis dato (1732) bewohnte die 10 Downing Street Hans Caspar von Bothmer, der erste Minister für die deutschen Angelegenheiten, welcher für George I. arbeitete. Erst seit 1902 ist es der feste Wohnsitz des jeweiligen „Prime Minister“, wobei das Haus ursprünglich die Hausnummer „5“ trug. In der direkten Nachbarschaft der 10 Downing Street liegt die Nummer 9, die die Pressestelle des Premierministers beherbergt, ebenso wie die die Nummer 11, in welcher der „Second Lord of Treasury“, dem „Schatzkanzler“, lebt. In den Jahren von 1997 bis 2007 wurde jedoch die geregelte Hausverteilung geändert, da die Familie des damaligen Premierministers „Tony“ Blair zu groß für das Haus mit der Nummer 10 war. Also wurde kurzerhand mit dem damaligen Schatzkanzler Gordon Brown getauscht und die Blairs zogen in die geräumigere Nummer 11.

Sightseeing

St.Paul’s Cathedral, Buckingham Palace, Leicester Square, Covent Garden, die Tower Bridge, zahlreiche Museen, das Millenium Wheel – die „must see“ – Liste ist lang, der Aufenthalt in Englands Hauptstadt meist viel zu kurz. Und neben Sightseeing soll sich ja schließlich auch noch eine bißchen Shopping auf der Oxford Street oder am berühmten Camden Market ausgehen. Gerade jetzt nutzen viele aufgrund des günstigen Pfundkurses die Gelegenheit, das früher kaum erschwingliche London zu entdecken.

Viele, recht kostengünstige Hotels in London sind sehr zentral gelegen und so kann man sich nach einem Start in den Tag mit Full-English-Breakfast sozusagen die Metropole London erwandern.

Ein Spaziergang entlang der Themse erweckt den Eindruck eines Open-Air Museums. Startet man in Westminster, dem Regierungsviertel Londons mit den Houses of Parliament und Big Ben kann man auch gleich die Westminster Abbey besuchen, jene Kirche, in der 1066 Wilhelm der Eroberer gekrönt wurde. Sobald man Westminster hinter sich lässt und die Brücke überquert, befindet man sich vor einer weiteren Attraktion der Stadt, dem Millenium Wheel. Wer hier eine Runde dreht, dem bieten sich atemberaubende Ausblicke über ganz London, vorausgesetzt die englischen Wetterverhältnisse sind einem gnädig.

Vorbei an Straßenmusikanten und Gauklern sowie Hot-Dog-Ständen geht der Spaziergang weiter, immer noch entlang der Themse, bis man den Turm des alten Kohlekraftwerks „Bankside Power Station“ sieht, in dem das weltweit größte Museum für moderne Kunst beheimatet ist, das Tate Modern. Über die Millenium Bridge gelangt man ans andere Ufer der Themse, an dem sich die St. Paul’s Cathedral befindet, die zwischen 1675 und 1710 von Sir Christopher Wren erbaut wurde. In St. Paul’s wurden auch Prinz Charles und Lady Di getraut. Bleibt man auf dieser Seite der Themse kommt man nur wenig später am Tower of London vorbei, ein eindruckvoller Gebäudekomplex, der im Mittelalter als Festung, Waffenkammer und Gefängnis diente. Als Herzstück könnte man den White Tower bezeichnen, in dem auch die Rüstung von Henry dem VIII zu besichtigen ist. Auch die Kronjuwelen werden im Tower of London verwahrt. Auskunft über die Geschichte des Towers sowie historische Persönlichkeiten und Ereignisse geben die Beefeaters, die leicht an ihrer Bekleidung zu erkennen sind.

Eine interaktive Karte der Sehenswürdigkeiten können Sie unter london-entdecken.net einsehen.

Vom Tower aus sieht man dann bereits die Tower Bridge, Motiv für zahlreiche Postkarten sowie beliebtes Fotomotiv. Wem dann die Füße schmerzen, und wer sich bereits darauf freut im Hotel die Beine hochzulegen, gelangt mit der U-Bahn schnell zum Ausgangspunkt zurück. Dieser Spaziergang entlang der Themse ist äußerst empfehlenswert.

Es macht Sinn die Erkundungstour durch London ein wenig zu planen und sich zu überlegen, welche Sehenswürdigkeiten, Viertel oder Museen man auf keinen Fall auslassen möchte. In den Rezeptionen der Hotels in London kann man sich so manchen guten Tipp holen. Und wer es nicht schafft an einem Wochenende London zu entdecken, der kommt einfach zurück in die pulsierende Hauptstadt der Insel.