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Notting Hill Carnival

Die britische Hauptstadt feiert am letzten Wochenende im August den sogenannten Notting Hill Carnival. In dem Stadtteil Londons, der durch den gleichnamigen Film mit Hugh Grant und Julia Roberts so bekannt wurde, finden bei dieser Veranstaltung verschiedene Umzüge und Musikveranstaltungen statt. Notting Hill wird an diesem Wochenende von Reggae Musik und Rastafaris eingenommen. Zudem gibt es Calypso, Soca, Samba sowie freche und aufwendige Kostüme. Dieser Carnival ist ein Erlebnis lebendiger, karibischer Kultur und zieht jedes Jahr 2 Millionen Partyliebhaber nach West London. Damit ist diese Veranstaltung eine der größten Straßenfeste der Welt und das größte in Europa. Neben der großen Anzahl an kleinen Musikbühnen unter freiem Himmel ist ein Highlight der Wettbewerb der Londoner Steelbands, welcher am Samstag des besagten Augustwochenendes stattfindet. Sonntags ist ein Kindertag mit einem Umzug für Kinder und Jugendliche. Am Montag, welcher in England ein Feiertag ist, kommt es dann zum Höhepunkt der Veranstaltung – der 5 km lange Festumzug mit Feiernden, die gefederten Kopfschmuck, Anzügen aus Elastan und andere Kostüme tragen, die man normalerweise nicht auf den Straßen Londons sehen würde.

Die Wurzeln des Notting Hill Carnival sind mit zwei unterschiedlichen Veranstaltungen verbunden. Der Carnival begann im Januar 1959 und fand damals in der St Pancras Town Hall als Reaktion auf massive rassistische Übergriffe auf Einwanderer statt. Diese hatte es verstärkt im Jahr davor gegeben (Notting Hill Riots). Der erste Carnival wurde von Claudia Jones, einer in Trinidad geborenen Londonerin, ins Leben gerufen und war ein großer Erfolg, auch wenn er nicht unter freiem Himmel stattfand. Claudia Jones wird daher von vielen auch als die Mutter des Notting Hill Carnival bezeichnet. Die zweite Veranstaltung, die Einfluss auf die Entstehung des Notting Hill Carnival hatte, war die erste organisierte Freiluft-Veranstaltung, welche im August 1966 stattfand und von Mitgliedern der London Free School inspiriert wurde. Die Hauptorganisatorin Rhaune Laslett war über den Carnival von Claudia Jones nicht informiert gewesen, als sie diese Idee zunächst ansprach. Dieses Festival wurde eine bunte Veranstaltung auf den Straßen Notting Hills, welche die kulturelle Einheit fördern sollte. Ein Straßenfest für die Kinder der Nachbarschaft wurde zu einem Umzug als Russell Hendersons Steelband, welche bereits auf dem Carnival von Claudia Jones gespielt hatte, durch die Nachbarschaft zog.

Mit der Zeit wurde der Notting Hill Carnival eindeutig karibisch und eine gut besuchte Veranstaltung mit ca. 150.000 Besuchern. Im Jahr 1976 und in den darauf folgenden Jahren wurde der Carnival von Krawallen überschattet, in denen sich hauptsächlich ausländische Jugendliche Gefechte mit der Polizei leisteten und damit ihrem Frust über die ständigen Schikanierungen im Alltag freien Lauf ließen. Während dieser Zeit wurde gerade in den Medien eher ein negatives Bild über den Carnival verbreitet, von dem manche der Meinung waren, dass die Presse ungerechterweise eine besonders negative und einseitige Sicht auf die Dinge nahm. Zeitweise wurde auch überlegt, ob der Carnival verboten werden soll. In den letzten Jahren jedoch hat es auf dem Notting Hill Carnival kaum ernste Probleme gegeben, sodass der Notting Hill Carnival auch von den Behörden wieder verstärkt als eine positive Veranstaltung gesehen wird, welche die kulturelle Vielseitigkeit Londons feiert.

Sollte man planen, für einen Wochenendtrip oder eine Sprachreise nach London zu reisen, dann lohnt es sich, dies mit einem Besuch des Notting Hill Carnivals zu verbinden. Exotische Kostüme, Musik und Tanz gibt es eben nicht nur in Rio oder der Karibik. Allerdings kann Englands berüchtigtes Wetter nicht immer mit der karibisch sommerlichen Stimmung mithalten.

Die britische Hauptstadt feiert am letzten Wochenende im August den sogenannten Notting Hill Carnival. In dem Stadtteil Londons, der durch den gleichnamigen Film mit Hugh Grant und Julia Roberts so bekannt wurde, finden bei dieser Veranstaltung verschiedene Umzüge und Musikveranstaltungen statt. Notting Hill wird an diesem Wochenende von Reggae Musik und Rastafaris eingenommen. Zudem gibt es Calypso, Soca, Samba sowie freche und aufwendige Kostüme. Dieser Carnival ist ein Erlebnis lebendiger, karibischer Kultur und zieht jedes Jahr 2 Millionen Partyliebhaber nach West London. Damit ist diese Veranstaltung eine der größten Straßenfeste der Welt und das größte in Europa. Neben der großen Anzahl an kleinen Musikbühnen unter freiem Himmel ist ein Highlight der Wettbewerb der Londoner Steelbands, welcher am Samstag des besagten Augustwochenendes stattfindet. Sonntags ist ein Kindertag mit einem Umzug für Kinder und Jugendliche. Am Montag, welcher in England ein Feiertag ist, kommt es dann zum Höhepunkt der Veranstaltung – der 5 km lange Festumzug mit Feiernden, die gefederten Kopfschmuck, Anzügen aus Elastan und andere Kostüme tragen, die man normalerweise nicht auf den Straßen Londons sehen würde. Die Wurzeln des Notting Hill Carnival sind mit zwei unterschiedlichen Veranstaltungen verbunden. Der Carnival begann im Januar 1959 und fand damals in der St Pancras Town Hall als Reaktion auf massive rassistische Übergriffe auf Einwanderer statt. Diese hatte es verstärkt im Jahr davor gegeben (Notting Hill Riots). Der erste Carnival wurde von Claudia Jones, einer in Trinidad geborenen Londonerin, ins Leben gerufen und war ein großer Erfolg, auch wenn er nicht unter freiem Himmel stattfand. Claudia Jones wird daher von vielen auch als die Mutter des Notting Hill Carnival bezeichnet. Die zweite Veranstaltung, die Einfluss auf die Entstehung des Notting Hill Carnival hatte, war die erste organisierte Freiluft-Veranstaltung, welche im August 1966 stattfand und von Mitgliedern der London Free School inspiriert wurde. Die Hauptorganisatorin Rhaune Laslett war über den Carnival von Claudia Jones nicht informiert gewesen, als sie diese Idee zunächst ansprach. Dieses Festival wurde eine bunte Veranstaltung auf den Straßen Notting Hills, welche die kulturelle Einheit fördern sollte. Ein Straßenfest für die Kinder der Nachbarschaft wurde zu einem Umzug als Russell Hendersons Steelband, welche bereits auf dem Carnival von Claudia Jones gespielt hatte, durch die Nachbarschaft zog. Mit der Zeit wurde der Notting Hill Carnival eindeutig karibisch und eine gut besuchte Veranstaltung mit ca. 150.000 Besuchern. Im Jahr 1976 und in den darauf folgenden Jahren wurde der Carnival von Krawallen überschattet, in denen sich hauptsächlich ausländische Jugendliche Gefechte mit der Polizei leisteten und damit ihrem Frust über die ständigen Schikanierungen im Alltag freien Lauf ließen. Während dieser Zeit wurde gerade in den Medien eher ein negatives Bild über den Carnival verbreitet, von dem manche der Meinung waren, dass die Presse ungerechterweise eine besonders negative und einseitige Sicht auf die Dinge nahm. Zeitweise wurde auch überlegt, ob der Carnival verboten werden soll. In den letzten Jahren jedoch hat es auf dem Notting Hill Carnival kaum ernste Probleme gegeben, sodass der Notting Hill Carnival auch von den Behörden wieder verstärkt als eine positive Veranstaltung gesehen wird, welche die kulturelle Vielseitigkeit Londons feiert. Sollte man planen, für einen Wochenendtrip oder eine Sprachreise nach London zu reisen, dann lohnt es sich, dies mit einem Besuch des Notting Hill Carnivals zu verbinden. Exotische Kostüme, Musik und Tanz gibt es eben nicht nur in Rio oder der Karibik. Allerdings kann Englands berüchtigtes Wetter nicht immer mit der karibisch sommerlichen Stimmung mithalten.