Schlagwort-Archiv: Sehenswürdigkeiten

Tower of London

Der geschichtsträchtige Tower gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in London. Er befindet sich direkt neben der Tower Bridge am Ufer der Themse. Der Tower wurde zuletzt vor allem als Gefängnis genutzt, und er beherbergt auch die britischen Kronjuwelen. Der Tower ist ein sehr großer Gebäudekomplex, welcher auch eine Ausstellung über die Geschichte des Towers beherbergt. Während einer Führung kann man auch die Kronjuwelen bestaunen und einiges über die lange Geschichte erfahren. In der Ausstellung werden auch einige alte Folterinstrumente gezeigt, welche im Gefängnis zur Anwendung kamen.

Der Tower wurde im Mittelalter erbaut und diente bereits als königlicher Palast, als Festung und als Waffenkammer. Nach einer alten Tradition übernachteten früher die Monarchen hier, bevor sie dann am nächsten Tag in der Westminster Abbey gekrönt wurden.

Der White Tower bildet das Zentrum des Gebäudekomplexes, welcher von einem breiten Wassergraben umgeben wird. Nachdem der weiße Turm im Jahr 1078 errichtet wurde, folgten in den darauffolgenden Jahren immer mehr Erweiterungen. Im Tower fanden bis zum Jahr 1941 fanden im Tower zahlreiche Hinrichtungen statt, auch die zweite Ehefrau von Heinrich VIII wurde hier enthauptet und bestattet. Elizabeth I wurde im Tower von London festgehalten, kam jedoch frei und löste Maria I als Königin ab.

Im Jahr 1988 wurde der Londoner Tower zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Jeden Abend um 22 Uhr wird der Tower nach einer ganz bestimmten Zeremonie, der Ceremony of the Keys, geschlossen. Nach Anmeldung können auch Touristen bei dieser Schließung anwesend sein. Interessant ist auch die Besichtigung der alten Gefängniszellen, des Schafottplatzes und des alten Palastes. Der Tower sollte auf jedem Fall auf dem Programm eines jeden Besuchers der Stadt London stehen.

St. Paul’s Cathedral

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Londons ist mit Sicherheit die St. Paul’s Cathedral im Zentrum der Metropole. An der Stelle der heutigen Kathedrale wurde bereits im Jahre 604 eine Kirche aus Holz errichtet. Diese Kirche brannte im Jahre 675 nieder und der Neubau wurde 962 von den Wikingern zerstört.

Anschließend wurde eine Kirche aus Stein gebaut, welche jedoch durch einen Brand zerstört wurde. Die Normannen starteten dann im Jahr 1087 den Bau eines neuen Gebäudes, welches dann im Laufe der Jahre ständig umgestaltet wurde. Zwischen 1300 und 1314 wurde der Bau dann vollendet, und die Kirche zählte zu den größten Kirchen der damaligen Zeit. Im Jahr 1666 fiel sie jedoch einem Großbrand zum Opfer.

Anschließend gab es drei neue Entwürfe für den Neubau der Kathedrale, wobei der von 1675 angenommen und realisiert wurde. Erst im Jahr 1708 wurde der Bau dann vollendet. Die St. Paul’s Cathedral zählt zu den größten Kathedralen weltweit und war der Schauplatz vieler großer Ereignisse. Im Jahr 1806 fand hier das Begräbnis von Lord Nelson statt, 1981 wurden Prinz Charles und Lady Diana hier getraut. In der großen Krypta unter der Kirche sind viele berühmte Persönlichkeiten wie William Turner, Lord Nelson und der Duke of Wellington beigesetzt. Über insgesamt 259 Stufen gelangt der Besucher in die gewaltige Kuppel der Kirche. Die Galerie in einer Höhe von rund 30 Metern wird auch Whispering Gallery genannt, da die Akkustik hier oben so gut ist, dass man selbst geflüsterte Worte einwandfrei verstehen kann. #

Ganz oben befindet sich die Golden Gallery, von der aus man einen atemberaubenden Blick über London hat. Besucher können auch an einer Führung teilnehmen, um sich über die Geschichte der Kathedrale zu informieren. Besonders beeindruckend sind die Schnitzarbeiten des Chorgestühls und die Glasmosaiken an der Decke. Die Kathedrale ist von Montag bis Samstag zwischen 8.30 und 16 Uhr geöffnet.

Geschichte

London kann auf eine fast 2.000-jährige Geschichte zurückblicken. Bereits etwa 50 n.Chr. gründeten die Römer an dieser Stelle die Stadt Londinium. Als die Angelsachsen Großbritannien eroberten, wurde diese römische Stadt allerdings zerstört. Erst Ende des 9. Jahrhunderts fand dann eine Neugründung Londons statt.

Im Jahr 1066 löste London die Stadt Winchester als englische Hauptstadt ab, nachdem die Normannen unter William dem Eroberer London eingenommen hatten. Mitte des 14. Jahrhunderts raffte die Pest etwa die Hälfte der Einwohner dahin. Im 16. Jahrhundert führte die Herrschaft von Königin Elizabeth I zur ersten Blütezeit Londons.

Nach und nach stieg die Stadt durch das wirtschaftliche Wachstum zur bedeutenden Handelsstadt auf. Im Jahr 1665 wütete die Pest in London, im darauffolgenden Jahr wurden große Teile durch einen riesigen Brand zerstört. Der Architekt Sir Christopher Wren plante daraufhin zahlreiche neue Gebäude und rekonsturierte viele Bauwerke, die beim großen Brand zerstört wurden. Während des 19. Jahrhunderts erreichte London den Status als größte Stadt der Welt, und die Herrschaft von Königin Victoria I führte England wieder in ein goldenes Zeitalter.

Die Bevölkerung wurde immer größer und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Verkehrsverbindungen bedeutend erweitert und verbessert. Das führte wiederum zu einem rasanten Wachstum der Stadt und einer steigenden Einwohnerzahl. Im Zweiten Weltkrieg wurden leider weite Teile der Stadt bei Luftangriffen zerstört. Nach dem Ende des Krieges verließen viele Einwohner die Stadt, um sich anderswo anzusiedeln. Die Geschichte Londons ist natürlich auch eng mit der Geschichte des britischen Königshauses verknüpft. In London gibt es noch viele historische Gebäude, die von der Geschichte der Stadt zeugen, sodass man Sprachreisen sehr gut einem Trip in die Geschichte Londons verbinden kann. Auch viele Museen beschäftigen sich mit der Geschichte und der Entwicklung Londons, so dass sich Besucher bestens informieren können.

Chislehurst Caves

Eine besondere Attraktion im Süden von London sind die Chislehurst Caves. Sicher ist diese Attraktion eher etwas für junge Leute und Familien, welche das Abenteuer lieben. Während einer 45-minütigen Führung kann man das unterirdische Gangsystem erforschen. Der unterirdische Tunnel wurde im Zweiten Weltkrieg auch als Schutzraum genutzt.

Viele Menschen, die ihre Unterkunft im Krieg verloren hatten, lebten hier längere Zeit, so dass eine Art unterirdische Stadt mit Gaststätten, einem Theater und einer Krankenstation entstand. Außerdem gibt es auch eine Höhlen-Kirche und einen Druiden-Altar zu sehen, auf welchem früher auch Menschen geopfert wurden.

Die unterirdischen Gänge wurden vor mehr als 8.000 Jahren von Hand in das Kalkgestein gehauen. Die Tunnel haben eine Gesamtlänge von rund 30 Kilometern und bieten den Besuchern eine besonders mystische Atmosphäre. Bis ins Jahr 1830 wurden hier unter der Erde Kalk- und Feuerstein abgebaut. Im Ersten Weltkrieg dienten die Gänge dann als Munitionslager. In den vergangenen Jahren waren die Chislehurst Caves Schauplatz von einigen Filmen und Serien. Unter anderem wurden hier Szenen für die TV-Serie „Dr. Who“ gedreht. Doch auch Leute, die sich für Geschichte und Geologie interessieren sollten sich einen Besuch des unterirdischen Labyrinths nicht entgehen lassen. Da das Gangsystem in vielen Jahrhunderten ausgebaut wurde, lässt es sich in drei Abschnitte unterteilen: einen druidischen, einen angelsächsischen und einen römischen Teil.

Natürlich gab es hier unter der Erde im Laufe der Zeit einige Spukerscheinungen, von denen der Führer auch gerne erzählt. Die Chislehurst Caves sind auf jeden Fall eine Londoner Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 5 Pounds und für Kinder 3 Pounds. Führungen finden zwischen 10 und 16 Uhr jeweils zur vollen Stunde statt.

Big Ben

Fälschlicherweise wird meistens der Glockenturm des Palace of Westminster in London als „Big Ben“ bezeichnet. Dabei ist es eigentlich der Name für die schwerste der insgesamt fünf Glocken in diesem Turm. Sie wiegt stolze 13,5 Tonnen. Richtig heisst der Uhrturm eigentlich Clock Tower oder auch St. Stephen’s Tower. Der 96,3 Meter hohe Uhrturm wurde im Jahr 1858 errichtet und ist seither eines der berühmtesten Wahrzeichen der Metropole London.

Die größte Uhr Großbritanniens hat vier Ziffernblätter mit einem Durchmesser von acht Metern. Es gibt insgesamt vier „Keeper of the Great Clock“, vier Mechaniker welche ständig im Einsatz sind, damit die große Uhr auch ordnungsgemäß funktioniert. Ein Elektromotor wird dreimal in der Woche eingeschaltet, um die Uhr des Big Ben aufzuziehen. Zu jeder vollen Stunde ertönt eine Melodie von Georg Friedrich Händel aus der Oper Messiah.

Der Palace of Westminster ist eigentlich eher als Houses of Parliament bekannt. Es wurde im Jahr 1834 durch einen Brand vollkommen zerstört, einige Jahre später jedoch wieder aufgebaut. Lediglich die Westminster Hall aus dem Jahr 1097 blieb bei dem Brand unversehrt und ist somit heute noch im Originalzustand. In diesem Gebäudekomplex wird auch heute noch Politik gemacht. Wenn im Parlament eine Tagung stattfindet, leuchtet im Uhrenturm eine Lampe. Besonders schön ist der Big Ben und der Palace of Westminster am Abend, wenn sie von einem warmen, gelben Licht angestrahlt werden. Am Wochenende und in den sitzungsfreien Monaten August und September, finden Führungen durch die Parlamentsgebäude statt.

Das Parlamentsgebäude mit dem Big Ben liegt direkt am Ufer der Themse und wurde im neugotischen Stil erbaut. Den Glockenturm kann man leider nur von außen bewundern, ein Betreten ist nicht möglich. Dennoch sollte jeder Besucher von London einmal diese Sehenswürdigkeit besichtigt haben, schließlich prangt der Big Ben auf den meisten Ansichtskarten aus London.