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Houses of Parliament

England hat eine Reihe von Sehenswürdigkeiten zu bieten, die meisten reihen sich entlang der Themse aneinander. Berühmtestes und vermutlich auch schönstes Bauwerk ist der Palace of Westminster. Meist wird das Gebäude auch als Houses of Parliament bezeichnet. Das Highlight ist von gigantischer Größe, hier ist das britische Parlament ansässig. Die Fassade ist mit zahlreichen Stilelementen geschmückt und besonders eindrucksvoll. Der Uhrturm Big Ben erfreut sich wahrscheinlich noch größerer Beliebtheit. Das Glockenspiel ist allerorts hörbar. Die Houses of Parliament können in den Sommermonaten offiziell besichtigt werden, ein Rundgang wird definitiv lange im Gedächtnis bleiben.

Früher hatte die Themse den größten Teil des Gebietes eingenommen, wo heute die Houses of Parliament stehen. Die sumpfige Region war vielmehr als Thorney Island bekannt. Der Einstige König „Eduard der Bekenner“ ließ einen riesigen Palast erbauen, des Weiteren entstand unter seiner Herrschaft die Westminster Abbey. Wilhelm II. baute im Jahre 1097 die Westminster Hall, die zum größten Bauwerk Europas werden sollte. Seitdem nutzte man das Gebäude für Parlamentstagungen. Danach wurde der Palast aufgrund eines Brandes fast vollkommen zerstört, er konnte jedoch bis 1860 wieder vollständig aufgebaut werden.

Wer eine Städtereise nach London machen möchte, dem ist ein Spaziergang entlang der Themse zu empfehlen, um noch weitere Sehenswürdigkeiten in London zu entdecken. Dabei kommt man am Tower of London oder an der Tower Bridge vorbei. Der weltberühmte Buckingham Palace ist ebenfalls nicht weit von den Houses of Parliament entfernt. Das Zentrum von London wird vom Trafalgar Square gebildet, der Platz stellt immer noch einen beliebten Treffpunkt dar. Es lohnt sich auch, den modernen Teil Londons kennen zu lernen. Der Komplex Canary Wharf offenbart die höchsten Gebäude der Stadt.

Tower of London

Der geschichtsträchtige Tower gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in London. Er befindet sich direkt neben der Tower Bridge am Ufer der Themse. Der Tower wurde zuletzt vor allem als Gefängnis genutzt, und er beherbergt auch die britischen Kronjuwelen. Der Tower ist ein sehr großer Gebäudekomplex, welcher auch eine Ausstellung über die Geschichte des Towers beherbergt. Während einer Führung kann man auch die Kronjuwelen bestaunen und einiges über die lange Geschichte erfahren. In der Ausstellung werden auch einige alte Folterinstrumente gezeigt, welche im Gefängnis zur Anwendung kamen.

Der Tower wurde im Mittelalter erbaut und diente bereits als königlicher Palast, als Festung und als Waffenkammer. Nach einer alten Tradition übernachteten früher die Monarchen hier, bevor sie dann am nächsten Tag in der Westminster Abbey gekrönt wurden.

Der White Tower bildet das Zentrum des Gebäudekomplexes, welcher von einem breiten Wassergraben umgeben wird. Nachdem der weiße Turm im Jahr 1078 errichtet wurde, folgten in den darauffolgenden Jahren immer mehr Erweiterungen. Im Tower fanden bis zum Jahr 1941 fanden im Tower zahlreiche Hinrichtungen statt, auch die zweite Ehefrau von Heinrich VIII wurde hier enthauptet und bestattet. Elizabeth I wurde im Tower von London festgehalten, kam jedoch frei und löste Maria I als Königin ab.

Im Jahr 1988 wurde der Londoner Tower zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Jeden Abend um 22 Uhr wird der Tower nach einer ganz bestimmten Zeremonie, der Ceremony of the Keys, geschlossen. Nach Anmeldung können auch Touristen bei dieser Schließung anwesend sein. Interessant ist auch die Besichtigung der alten Gefängniszellen, des Schafottplatzes und des alten Palastes. Der Tower sollte auf jedem Fall auf dem Programm eines jeden Besuchers der Stadt London stehen.

Themse

Die Themse hat eine Länge von 346 Kilometer und ist der zweitlängste Fluss Großbritanniens. Während des 16. und 17. Jahrhunderts war die Themse eine wichtige Verbindung zwischen London und Westminster. In London führen sehr viele Brücken über die Themse, die bekanntesten sind sicher die London Bridge und die Tower Bridge. Seit dem Jahr 1971 befindet sich das Schiff HMS Belfast auf der Themse als Museumsschiff. Besucher können das 1938 fertiggestellte Schiff besichtigen und sich über das Leben auf See informieren.

Im Londoner Vorort Woolwich befindet sich die Thames Barrier, eine große Flutschutzwehr. Sie ist beweglich und weltweit die größte ihrer Bauart. Der Bau dauerte insgesamt 10 Jahre. Obwohl die Planungen bereits im Jahr 1953 gegannen, wurde die Vorrichtung erst im Jahr 1984 fertiggestellt.

Die Flutschutzwehr soll London vor einer Überflutung schützen, da London durch die Themse mit der Nordsee verbunden ist. Am Ufer der Themse liegen sehr viele Sehenswürdigkeiten Londons, darunter der Tower, das Globe Theatre, Westminster Abbey, die St. Paul’s Cathedral und die Houses of Parliament mit dem Big Ben. Auf der Themse werden auch täglich Bootsfahrten angeboten, so dass man viele Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus sehen kann.

Die so genannten City Cruises beginnen von insgesamt vier Piers aus, Tower, Greenwich, Waterloo und Westminster Pier. Zwischen diesen vier Piers verkehren die Boote den ganzen Tag, man kann einfach an einer Stelle aussteigen, um etwas zu besichtigen, und später dann zum nächsten Landungssteg weiterfahren. Die Boote sind wetterfest und auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Das Oberdeck ist offen, während das Unterdeck mit großen Panoramafenstern ausgestattet ist. Es werden am Abend jedoch auch luxuriöse Themse-Kreuzfahrten mit einem 4-Gänge-Menü, Champagner, Musik und Tanz angeboten. Paare können so einen romantischen Abend im wunderschön beleuchteten London verbringen.

Millenium Wheel

Das so genannte London Eye ist eine sehr moderne Attraktion in der britischen Metropole. Im Jahre 1999 wurde das größte Riesenrad Europas fertiggestellt, es hat eine Höhe von 135 Metern. Das gewaltige Riesenrad befindet sich am Südufer der Themse und ist auch als Millenium Wheel bekannt. Ursprünglich war es geplant, das Riesenrad nur fünf Jahre lang im Londoner Zentrum zu betreiben. Der große Erfolg hat jedoch dazu geführt, dass das Riesenrad nun dauerhaft in Betrieb sein soll.

Insgesamt verfügt das gigantische Riesenrad über 32 Gondeln, welche voll klimatisiert und fast vollständig verglast sind. Eine einzige Gondel bietet Platz für bis zu 25 Personen. Die Gondeln wurden extra außerhalb des Rades angebracht, so dass die wunderbare Aussicht nicht eingeschränkt wird.

Da das Rad sich sehr langsam dreht, benötigt das Riesenrad für eine einzige Umdrehung etwa 30 Minuten. Durch diese extrem geringe Geschwindigkeit können die Fahrgäste sogar während der Fahrt bequem ein- und aussteigen. Bei gutem Wetter hat man vom London Eye aus bis zu 40 Kilometer weit sehen. Bis zum Jahr 2004 war das London Eye sogar das größte Riesenrad der Welt, bis es von zwei Exemplaren in Asien abgelöst wurde. Das Riesenrad lockt so viele Besucher an, dass es sogar die Popularität des Taj Mahal und der Pyramiden von Gizeh übertroffen hat. Inzwischen konnte die Attraktion bereits über 30 Millionen Besucher verzeichnen, jährlich sind es über 3,5 Millionen Besucher.

Das London Eye befindet sich genau gegenüber des Big Ben und ist bequem mit der U-Bahn zu erreichen. Erwachsene bezahlen 24 Euro, Rentner und Menschen mit Handicap 18 Euro und Kinder 12 Euro. Wer sich in London aufhält, sollte.

Greenwich

Greenwich befindet sich etwas außerhalb von London und ist bequem mit der U-Bahn oder dem Boot über die Themse zu erreichen. In diesem Viertel geht es wesentlich ruhiger zu als in der lebendigen Innenstadt von London. Greenwich bietet dem Besucher eine besondere Architektur und eine interessante Geschichte. Wenn man am Greenwich Pier ankommt, fällt einem sofort der Klipper Cutty Sark ins Auge. Das historische Schiff, welches früher zum Transport von Tee benutzt wurde, wurde bereits von über 15 Millionen Menschen besichtigt.

Freien Eintritt haben Touristen zu den weiteren Attraktionen Greenwich wie dem Queen’s House, dem Royal Observatory und dem National Maritime Museum.

Das Maritime Museum informiert seine Besucher über die Geschichte der Seefahrt. Von Greenwich aus starteten die berühmten Seefahrer Sir Francis Drake, Lord Nelson und James Cook ihre Reisen auf den Weltmeeren. Weltweit berühmt ist Greenwich wegen des Nullmeridians, welcher genau durch die Stadt verläuft. Im Jahre 1884 wurde die Sternwarte von Greenwich als Nullmeridian bestimmt. Im Royal Observatory gibt es eine interessante Ausstellung zu den Themen Zeit, Navigation und Astronomie.

Das Queen’s House beherbergt eine große Kunstausstellung zur Langzeitmiete mit vielen berühmten Werken. Im Zentrum von Greenwich gibt es viele Fachgeschäfte, so dass man ein wenig Bummeln kann. Donnerstags und sonntags findet ein großer Markt statt, auf welchem man Antiquitäten und viele andere kuriose Gegenstände erstehen kann. Im Theater von Greenwich werden regelmäßig Musicals in einem viktorianischen Musiksaal aufgeführt. Im Jahr 1997 wurde die Stadt Greenwich in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Besonders sehenswert ist auch das O2, ein riesiger Entertainment-Komplex, welcher im Jahr 1999 eröffnet wurde. Hier sollen auch einige Wettbewerbe der Olympischen Sommerspiele 2012 stattfinden. Die große Halle wird vor allem für Sport- und Musikveranstaltungen genutzt, und hieß bis zum Jahr 2005 Millenium Dome.

Tower Bridge

Die Towerbridge in London führt über die Themse und gehört wohl zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt. Die Brücke wurde im Jahr 1894 im neugotischen Stil errichtet und verbindet den Tower of London am Nordufer mit der City Hall am Südufer. Die Klappbrücke wird häufig mit der London Bridge verwechselt, welche sich jedoch ein Stück weiter stromaufwärts befindet. Die beiden Brückentürme der berühmten Brücke haben eine Höhe von 65 Meter, die Brücke ist insgesamt 244 Meter lang. Damit größere Schiffe an dieser Stelle die Themse befahren können, kann die Brücke hochgeklappt werden. Die Fußgängerbrücke kann jedoch auch bei hochgeklappter Brücke benutzt werden. Dieses Schauspiel bietet sich den Zuschauern nur etwa 1.000 mal pro Jahr, denn die Touristenschiffe können alle unter der Brücke durchfahren und große Schiffe fahren hier nicht mehr regelmäßig. Die Brücke beherbergt auch ein Museum über die Entstehung der Brücke. Wenn man den Eintritt bezahlt hat, kann man auch den Maschinenraum mit den alten Dampfmaschinen besichtigen. Diese wurden früher benötigt, um die Brücke hochzuklappen. Um die historische Brücke zu erhalten, wurde die Geschwindigkeit zum Überqueren auf 36 km/h beschränkt, die strikte Einhaltung wird auch per Videokamera überwacht. Täglich wird die Tower Bridge von rund 40.000 Autos befahren, denn sie ist Bestandteil der inneren Ringstraße Londons. Besonders imposant und schön ist die Tower Bridge nach Einbruch der Dunkelheit, wenn sie von mehreren Scheinwerfern angestrahlt wird. Die Tower Bridge ist das Motiv auf vielen Ansichtskarten und Souvenirs. Die Fußgängerüberwege sind vollständig verglast worden und bieten den Besuchern einen atemberaubenden Ausblick. Das Museum und der Maschinenraum sind täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.