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Fußball

Neben Tennis, Stichwort „Wimbledon“, Cricket und Snooker, eine abgeänderte Art des Billard, erfreut sich der Fußball in England einer äußerst großen Beliebtheit in der britischen Bevölkerung und wird-inoffiziell- als Nationalsport Englands gesehen. Aufgrund verschiedener Begebenheiten wird England als „Mutterland“ des Fußballs gesehen, auch wenn es bereits früher in anderen Ländern fußballähnliche Sportarten ausgetragen wurden. 1848 verfassten englische Studenten aus Cambrige die ersten Fußballregeln um das Spielen gegen andere Universitäten zu erleichtern (zu der Zeit gab es noch keine einheitlichen Regeln). 1863 wurde dann die Football Association (FA) gegründet, die die Entwicklung der Fußballregeln förderte und weiter antrieb. Auch der erste Fußballverein der Welt, der FC Sheffield wurde 1857 in England gegründet. Bis dato war die Sportart „Rugby Football“ dem Fußball zu ähnlich, erst die Einführung der Spielerbegrenzung, der Abseitsregel und, 1871, das Handspielverbot, sorgten für die nötige Abgrenzung beider Sportarten.

In der Weltmetropole London haben etwa vierzehn Fußballvereine ihr Zuhause, die bekanntesten Vereine sind wohl der FC Chelsea und FC Arsenal, im deutschsprachigen Raum ist der Name „Arsenal London“ aber weiter verbreitet. Beide Vereine gehören, neben Manchester United und FC Liverpool zu den vier größten und bedeutendsten, den „großen Vier“, der Premier League. Der FC Chelsea, dessen offizieller Titel „Chelsea Football Club lautet, sollte aufgrund der Lage des Stadions, in welchem trainiert werden sollte, „Fulham Football Club“ heißen, jedoch war dieser Name bereits „besetzt“, sodass man sich letztendlich auf „Chelsea Football Club“ einigte. Gründer dieses Vereins waren die Mears-Brüder, die 1869 den „Stamford Bridge Athletics Ground“ aufkauften um den bereits bestehenden FC Fulham darauf spielen zu lassen, was diese jedoch aufgrund einiger Unstimmigkeiten ablehnten.

Der FC Arsenal, „Arsenal Football Club“, wurde 1866 von Arbeitern im Stadtteil Holloway gegründet, allerdings erst unter dem Namen „Dial Square“. Kurze Zeit später wurde der Verein jedoch umbenannt, „Royal Arsenal“ war der Name der Rüstungsfabrik, bei welchem die Arbeiter angestellt waren. 1889 nahm der Royal Arsenal zum ersten Mal an einem FA Turnier teil, was einige Änderungen nach sich zog. Zum Einen wurde der Verein, durch das aggressive Abwerben ihrer Spieler durch andere Profivereine, selbst ein „Profiverein“ und nannte sich abermals um, „Woolwich Arsenal“ sollte der neue Name sein. Diese Entwicklung wurde von südenglischen Amateurklubs nicht gerne gesehen, der Ausschluss aus lokalen Wettbewerben war die Folge, sodass der Verein eine eher unbestimmte Zukunft hatte. Der Football Club jedoch sorgte für die Rettung und ließ den Verein in der „Second Division“ in der Profiliga spielen.

Wimbledon

Wimbledon ist eigentlich ein Stadtteil von London, doch wenn man Wimbledon hört, denkt man zwangsläufig an das berühmte Tennisturnier, welches hier jedes Jahr ausgetragen wird. Jedes Jahr im Juni und Juli ist der Stadtteil für zwei Wochen in der Hand von zahlreichen Tennisfans. Bei einem der größten Tennisturniere der Welt treten die besten Tennisspieler gegeneinander an.

Das Turnier kann auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Die ersten Turniere wurden bereits im Jahr 1877 vom örtlichen Tennisclub ausgetragen. Im Jahr 1884 wurden dann auch Frauen zu dem Turnier zugelassen, und es konnte auch im Doppel angetreten werden.

Da der Platz bald zu klein wurde, nachdem auch Ausländer für das Turnier zugelassen wurden, musste ein neuer Austragungsort gefunden werden. So wurde im Jahr 1922 das heutige Stadion an der Church Road eingeweiht. Das neue Stadion fasst rund 14.000 Zuschauer, seit dem Jahr 1937 wird das Turnier im Fernsehen übertragen. In Wimbledon herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, die das Turnier zu etwas Einmaligem macht. Wimbledon gehört zu den Grand Slam Turnieren und ist das einzige, welches auch heute noch auf Rasen ausgetragen wird. Nach alter Tradition muss auch heute noch die Tennisbekleidung fast ausschließlich weiß sein. Wimbledon ist beim Publikum auch für die angebotenen Erdbeeren mit Sahne bekannt.

Die meisten Siege konnten bei den Damen Martina Navratilova und bei den Herren Pete Sampras und William Renshaw erzielen. Björn Borg und Roger Federer gewannen hier jeweils fünfmal in Folge. Unvergessen sind auch die Siege der deutschen Topspieler Steffi Graf, Boris Becker und Michael Stich. In Wimbledon begann 1985 die Karriere des damals erst 17-jährigen Boris Beckers.